Tag: WPK

Die Verfahrensordnung für die Durchführung der Untersuchungen nach §§ 61a S. 2 Nr. 2, 62b Abs. 1 WPO (Anlassunabhängige Sonderuntersuchungen) ist redaktionell angepasst worden (Stand: 27.6.2011). Das berichtet der Betriebsberater in seiner Online-Ausgabe. Die Aktualisierung der Verfahrensordnung trägt dem im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) in das Genossenschaftsgesetz (GenG) eingefügten § 63 h Rechnung. Die Abschlussprüferaufsichtskommission hat der Änderung der Verfahrensordnung zugestimmt.

Zur Umsetzung von Artikel 32 Abs. 5 der Abschlussprüferrichtlinie wurde im Rahmen des BilMoG (in Kraft getreten am 29.5.2009) das GenG um § 63h erweitert, wonach bei genossenschaftlichen Prüfungsverbänden, die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen bei kapitalmarktorientierten Unternehmen i. S. d. § 264d HGB durchführen, Sonderuntersuchungen in entsprechender Anwendung des § 61a S. 2 Nr. 2, § 62b WPO stichprobenartig ohne besonderen Anlass durchgeführt werden können.

Vor diesem Hintergrund ist sowohl der Anwendungsbereich der VerfO (§ 1 VerfO) als auch der Untersuchungsgegenstand (§ 2 VerfO) um die genossenschaftlichen Prüfungsverbände erweitert worden. Die durch den Gesetzgeber vorgesehene Information der Aufsichtsbehörde der genossenschaftlichen Prüfungsverbände über das Ergebnis der Sonderuntersuchung ist in § 20 Abs. 5 VerfO verankert.

Für genossenschaftliche Prüfungsverbände i. S. d. § 63h GenG findet somit nunmehr auch der in der VerfO vorgesehene Untersuchungsturnus (§ 10 VerfO) und das kombinierte Verfahren aus bewusster, insbesondere risikoorientierter Auswahl und statistischer Zufallsauswahl (§ 11 Abs. 1 VerfO) Anwendung.

Der Text der Verfahrensordnung steht hier als Download zur Verfügung.

Die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) und das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber dem Compliance Advisory Panel (CAP) der International Federation of Accountants (IFAC) zum Konsultationspapier „Proposed IFAC Member Body Compliance Program Strategy 2011–2014“ geäßert. Die Einbeziehung der Stakeholder in die strategischen Pläne des CAP für das IFAC Member Body Compliance Program wird darin begrüßt. WPK und IDW weisen jedoch auch darauf hin, dass eine Erweiterung des Complianceprogramms nicht zu einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Mitgliedsorganisationen führen sollte. Generell sollten daher spezifische strategische Ziele messbar bzw. bewertbar gemacht werden, damit eine Überprüfung der Zielerreichung möglich sei. Das IFAC-Konsultationspapier und die Stellungnahme von WPK/IDW sind hier abrufbar.

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