Tag: WikiLeaks

MIAMI - JULY 26: The homepage of the WikiLeaks.org website is seen on a computer after leaked classified military documents were posted to it July 26, 2010 in Miami, Florida. WikiLeaks, an organization based in Sweden which publishes anonymous submissions of sensitive documents from governments and other organizations, released some 91,000 classified documents that span the past six years of U.S. combat operations in the war Afghanistan. (Photo Illustration by Joe Raedle/Getty Images)

Die Enthüllung von massenhaften Regierungsdaten durch die Internet Plattform Wikileaks hat weltweit zu sensiblen Störungen in den Außenbeziehungen der USA geführt und ein Ende der Enthüllungen ist nicht abzusehen. Für Anfang 2011 hat Wikileaks die Veröffentlichung von Dokumenten einer US-Großbank angekündigt, die angeblich Einblicke in Korruptionsverstrickungen des aktuellen Managements geben sollen. Allein diese Ankündigung soll zu einer massiven Verunsicherung in amerikanischen Bankenkreisen geführt haben. Wikileaks-Gründer Assange behauptet, im Besitz von weiterem geheimem Material von Regierungen und Unternehmen, unter anderem aus der Pharma- und Energiebranche zu sein.
Das Thema Datensicherheit jedoch trifft nicht nur Regierungen und Kreditinstitute, sondern alle Unternehmen. Wo es elektronische Daten gibt, ist der Datenklau nicht weit, denn die Vorteile elektronischer Kommunikation sind zugleich auch ihre Nachteile. Die größten Gefahren gehen dabei von enttäuschten Mitarbeitern und geschassten Managern aus, die jederzeit auf Datenbanken zugreifen können. Das Schadenspotential ist vielschichtig. Es gibt unzählig viel Datenmaterial, das den Wert eines Unternehmens ausmacht und Objekt der Begierde von Konkurrenz und Geschäftspartnern sein könnte.
Wie können sich Unternehmen nun vor Geheimnisverrat und Datenmissbrauch schützen? Die wenigsten Unternehmen verfügen über das notwendige Sicherheitskonzept. Gleichwohl lässt sich Datensicherheit mit angemessenem Aufwand herstellen, indem die internen Prozesse auf Schwachstellen hin abgeklopft werden. Etwa ein vernünftiger Passwortschutz für sensible Informationen und ein ernsthaft betriebenes Need-to-know-Prinzip, oder auch eine mengenmäßige Zugriffsbeschränkung, die verhindert, dass ein Mitarbeiter unbemerkt größere Datenmengen abziehen kann. Leicht umzusetzen ist auch die generelle Verschlüsselung von brisantem Emailverkehr oder die Regelung von internen Weiterleitungen sowie die Kompetenz, der Zeitpunkt und der Umfang der Vernichtung von Unterlagen. Eine offene und vertrauensvolle Kommunikation im Unternehmen ist für ein gesundes Problembewusstseins und zur Aufdeckung und Behebung von Missständen allerdings immer noch die schärfste Waffe. Eine Absicherung gegen Datenklau und Geheimnisverrat durch ein bewusstes Bemühen um die Loyalität der Mitarbeiter gelingt vor allem mit einer gelebten Unternehmenskultur, die die Mitarbeiter motiviert, das Richtige zu tun.
Wolfgang Schaupensteiner bringt es in seinem Gastkommentar im Handelsblatt auf den Punkt: Mangelnde Unternehmenskultur und fehlendes Werteverständnis seien wesentliche Gründe für die Begehung von Straftaten und das Risiko, Opfer von Geheimnisverrat zu werden, verringere sich in dem Maße, wie sich das Unternehmen eben compliant verhalte.

„Ein Unternehmen, das sich an seinen Ethik-Kodex hält, hat nichts zu vertuschen und muss die Veröffentlichung von unethischen Praktiken nicht fürchten.“

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