Tag: Vatikan

Im Kampf gegen Geldwäsche soll der Vatikan einen internationalen Finanzexperten engagiert haben. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt„. Der 40-jährige Schweizer Anwalt René Brülhart solle den Vatikan bei der Regulierung seiner Finanzen unterstützen sowie zu mehr Transparenz verhelfen, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Dienstag. Dies sei eine Reaktion auf eine Aufforderung des Europarats im Juli zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen die Geldwäsche. Der Vatikan wolle seinen Verpflichtungen nun nachkommen, sagte Lombardi.

Zum ersten Mal taucht der Vatikan auf einer Liste von fast siebzig Ländern auf, in denen das Risiko von Geldwäsche besteht. Darüber berichtet Radio Vatikan. Die Liste wird jedes Jahr vom US-Außenministerium herausgegeben und gehört zu einem Strategiebericht über Drogenbekämpfung. Der Vatikan wird in einer Kategorie von Ländern aufgeführt, in denen in Bezug auf Geldwäsche „die Rechtslage besorgniserregend“ sei. Weitere Länder in dieser Kategorie sind Albanien, Tschechien, Ägypten, Südkorea, Malaysia, Vietnam und Jemen. Hingegen taucht der Vatikan nicht in der Kategorie von Staaten auf, die in Sachen Geldwäsche „Alarm auslösen“, so der Titel der entsprechenden Kategorie. Zu dieser Kategorie gehören neben Ländern wie Afghanistan oder Simbabwe auch Großbritannien – und die USA selbst. Ein Vertreter des US-Außenministeriums würdigte gegenüber einer Nachrichtenagentur, dass der Heilige Stuhl 2011 ein Anti-Geldwäsche-Programm aufgelegt habe. Man werde aber ein Jahr brauchen, um beurteilen zu können, wie effizient es sei. Daher bleibe der Heilige Stuhl vorerst in Sachen Geldwäsche „potentiell verletzlich“. Papst Benedikt XVI. hat Ende 2010 eine vatikanische Finanzaufsichtsbehörde geschaffen. Sie soll dafür sorgen, dass der Vatikan alle internationalen Normen gegen Geldwäsche umsetzt und auf eine entsprechende Weiße Liste kommt.

Im Dezember 2010 hatte Papst Benedikt XVI. eine neue Finanzbehörde im Vatikan geschaffen, die den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung verbessern helfen soll. Damit reagierte der Vatikan auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen zwei Manager der Vatikanbank im September 2010. Sie sollen bei Finanztransaktionen die Namen der wahren Auftraggeber verschwiegen und damit gegen ein Gesetz gegen Geldwäsche verstoßen haben.

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