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Handcuffed businessman holding cash

Im April 2011 tritt in Großbritannien der „UK Bribery Act“ in Kraft. Das Anti-Korruptions-Gesetz gilt für Firmen jeglicher Rechtsform – unabhängig davon, wo sie gegründet wurden oder ihren Hauptsitz haben. Voraussetzung ist nur, dass das Unternehmen einen Geschäftsbezug zum Großbritannien aufweist. Dabei muss der fragliche Vorfall nicht in UK spielen, denn das Gesetz erfasst auch Bestechung, die außerhalb Großbritanniens begangen wird und auch der Täter muss selbst keinerlei Verbindung zum Vereinigten Königreich aufweisen.
Der UK Bribery Act verlangt von Unternehmen und ihren Verantwortlichen jedoch mehr als bei Korruption selbst nicht mitzumachen: Das Gesetz sieht eine verschuldensunabhängige Haftung für alle Unternehmen vor, deren Organe es versäumt haben, Korruption zu verhindern. Dazu müssen sie die Existenz eines adäquaten Compliance-Management-Systems nachweisen können.
Vorbilder für solche Anti-Korruptionsregeln gibt es mittlerweile etliche. Dazu zählt der „Australian Standard 3806-2006″. Auch das IDW in hat einen Prüfungsstandard namens „EPS 980″ als Entwurf vorgelegt, welcher die „Grundsätze ordnungsgemäßer Prüfung von Compliance-Management-Systemen“ behandelt.
Dazu müssen Unternehmen die spezifischen Unternehmensrisiken zu ermitteln und Verantwortlichkeiten festlegen, Verstöße feststellen und Schwachstellen beseitigen.
Firmeninhaber sollten schon bei überhöhten Provisionszahlungen an Handelsvertreter und Agenten misstrauisch werden. Auch die bisweilen überhöhten Gebühren an ausländische Agenturen, die ein zügiges Verzollen der Waren an den Grenzen versprechen sind problematisch.

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