Tag: Thyssen

Thomas Kremer, langjähriger General Counsel von ThyssenKrupp, soll in den Vorstand der Deutschen Telekom wechseln und dort Dr. Manfred Balz als Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance nachfolgen, der im kommenden Herbst in den Ruhestand geht. Das berichtet JUVE.

Kremer begleitete er den Mischkonzern ThyssenKrupp bei der Umstrukturierung des Unternehmens oder im Zusammenhang mit dem Fahrstuhl-Kartellverfahren. Daneben steuerte er die Neustrukturierung der Compliance-Aktivitäten und fungiert nicht nur als General Counsel, sondern seit 2007 auch als Chief Compliance Officer. Kremer kam Mitte der 1990er-Jahre zu Krupp und wurde 2003 Chefjurist. Außerdem ist Kremer Aufsichtsratsmitglied beim Münchner Fahrzeugkonzern MAN und dem Essener Industriedienstleister Ferrostaal.
Neben seiner Arbeit als Chefjurist engagiert er sich in der Corporate Governance Kommission und sitzt heute auch im Vorstand des Bundesverbands der Unternehmensjuristen BUJ. Die Telekom sucht schon seit geraumer Zeit nach einem Nachfolger für Balz. Zwar waren in den vergangenen Monaten immer wieder anerkannte Chefjuristen für den Posten gehandelt worden, doch schien es lange so, als erfolge die Besetzung eher politisch. Mit Kremer bekäme der Konzern einen sowohl in rechtlichen als auch in Managementfragen sehr erfahrenen Nachfolger, der hohes Ansehen genießt.

BOCHUM, GERMANY - JANUARY 23:  ThyssenKrupp CEO Ekkehard Schulz speaks during the annual shareholders meeting at the Ruhrcongress on January 23, 2009 in Bochum, Germany.ThyssenKrupp increased their sales 65 percent to 53 billion Euro in the business year 2008.  (Photo by Patrik Stollarz/Getty Images)

Der scheidende Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz soll in den Aufsichtsrat des Konzerns wechseln. Schulz soll das Amt als Vorstandsvorsitzender mit Ablauf der Hauptversammlung an den ehemaligen Siemens Manager Heinrich Hiesinger übergeben und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung bei der am Freitag bevorstehenden Sitzung des Aufsichtsrats für das Kontrollgremium vorgeschlagen werden, berichteten Aufsichtsratskreise am Donnerstag und bestätigten damit einen Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD). Der Manager solle als einfaches Mitglied in den Aufsichtsrat einziehen, hieß es. Ein Unternehmenssprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.
Der 97-jährige Firmenpatriarch Berthold Beitz schlägt den scheidenden Vorstandschef Schulz für den Aufsichtsrat vor – und verstößt damit nicht einmal gegen den Corporate-Governance-Kodex, denn die Krupp-Stiftung ist mit einem Anteil von 25,33 Prozent wichtigste Großaktionärin des Konzerns. Wenn ein Großaktionär mehr als 25 Prozent der Anteile hält, dann dürfen Vorstände auf dessen Vorschlag direkt in das Kontrollgremium wechseln.
Damit ist die Wahl von Ekkehard Schulz in den Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung am 21. Januar so gut wie sicher.

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