Tag: Sony

Nach jüngsten Informationen wurden weit über 100 Millionen Datensätze von Sony entwendet. Sony steht nicht nur wegen des mangelnden Schutzes der Daten, sondern auch wegen der „Salami-Taktik“ bei der Informationspolitik in der Kritik: Informationen über den Angriff teilte Sony nur scheibchenweise mit der Öffentlichkeit.

So wusste der Konzern von dem Datendiebstahl bei den Online-Spielern nach eigenen Angaben bereits vor dem Skandal mit 77 Millionen gestohlenen Kundendaten – schwieg aber. Gegenüber der Öffentlichkeit gibt sich der Konzern nun Mühe, den Verdacht auf Anonymous zu lenken, , ein gesichtsloses Netzwerk von Internet-Aktivisten, die für die Informations- und Meinungsfreiheit im Netz kämpfen. Anonymous bestreitet dies.
Die Internet-Nutzer in Deutschland lassen sich allerdings von dem riesigen Datenklau bei Sony nicht einschüchtern: Obwohl sich jetzt viele weniger sicher fühlen, wollen die weitaus meisten nicht auf Geschäfte im Internet verzichten. In einer repräsentativen Befragung des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov erklärte nur jeder Vierte (23 Prozent), dass er sich jetzt deutlich unsicherer bei der Nutzung von Online-Diensten fühle. 39 Prozent fühlen sich „etwas“ weniger sicher. Gut jeder Fünfte (21 Prozent) kündigte in einer weiteren Frage allerdings auch an, nach dem Datenklau die Einkäufe im Internet einzuschränken. 61 Prozent wollen dies nicht tun. In der Pflicht, für mehr Sicherheit zu sorgen, sahen mehr als 94 Prozent der Befragten die Betreiber der Online-Dienste, 73 Prozent erwarten dies auch von der Regierung.
Auf XING empfehlenBeitrag auf XING empfehlen

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat Sony aufgefordert, die Datenpannen so schnell wie möglich aufzuklären. „Es ist beunruhigend, dass Sony nur wenige Tage nachdem einer der größten Datenskandale der Geschichte bekanntgeworden ist, bereits die nächste schwere Panne einräumen muss“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger dem „Handelsblatt“.

Sony müsse vor allem erklären, wie derartige Pannen zukünftig verhindert werden sollen, forderte die FDP-Politikerin. Sensible persönliche Daten müssten gesichert und vor dem Zugriff Dritter geschützt werden. Nach den Worten von Leutheusser-Scharrenberger zeigen die Datenpannen bei Sony, Apple und der UNESCO erneut, dass man die drängenden Probleme beim Datenschutz nicht mehr auf die lange Bank schieben könne. Um solche Datenskandale künftig zu verhindern, solle die geplante Stiftung Datenschutz vorangetrieben werden.

„Die Stiftung Datenschutz setzt bei der Datenschutzfreundlichkeit der Unternehmen und öffentlichen Stellen an und zertifiziert sie entsprechend“, sagte die Justizministerin. Die Unternehmen würden mehr auf Datenschutz und -sicherheit achten, wenn sie durch eine Herabstufung beim Datenschutzsiegel massive Einbußen bei den Kundenzahlen und beim Renommee fürchten müssen.

Auf XING empfehlenBeitrag auf XING empfehlen

Kontakt

Wir freuen uns über Ihre Nachricht. Ein Mandatsverhältnis kommt hierdurch noch nicht zustande.

Name
Email
Message

Ja! Ihre Nachricht wurde versandt.
Eingabefehler! Etwas scheint mit Ihren Einträgen nicht zu stimmen.
Impressum

©Rechtsanwaltskanzlei Niko Härig