Tag: Media-Saturn

Der Bestechungsskandal rund um Media-Saturn weitet sich aus: Fünf Personen wurden am Mittwoch in Haft genommen. Darunter ist auch ein Top-Manager der Unternehmenszentrale von Media-Saturn in Ingolstadt, berichten Kenner der Vorgänge. Insgesamt waren laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung Bestechungsgelder an Manager von Media-Saturn und ihre Familienangehörigen in Höhe von 3,5 Millionen EUR geflossen. Denn für die Wetzlarer Firma Marketing-Vision, die laut Überzeugung der Staatsanwälte anscheinend das Geld verteilte,, ging es um viel Geld: Sie soll rund 50 Millionen EUR Provision von Media-Markt dafür erhalten haben, in den Märkten von Media-Markt und Saturn DSL-Verträge zu verkaufen.

Das Geld wurde über ein Immobiliengeschäft in den USA und über Firmen der Ehefrauen der Media-Markt-Mitarbeiter „gewaschen“. In einem Fall soll der Chef von Marketing-Vision über eine Zweit-Firma anscheinend sogar 800 000 EUR auf einen Schlag an eine Firma ausgezahlt haben, an der die Frau eines Media-Managers beteiligt war.

„Wir gehen von besonders schweren Fällen der Bestechung und der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr aus“, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz. Damit drohen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Insgesamt sollen drei Beschuldigte Bestechungsgelder kassiert haben. 15 weitere Personen werden der Beihilfe beschuldigt.

Bemerkenswert ist auch, dass der Skandal durch Whislteblowing ins Rollen gebracht wurde: Eine Reihe anonymer Briefe gingen bei Staatsanwaltschaft und Media-Markt ein, in denen das Korruptions-Geflecht genau und präzise geschildert wurde. Der Verfasser oder die Verfasserin kannte sich offensichtlich sehr gut aus.
Viele Details sind noch offen. Gegen ein Mitglied der obersten Geschäftsführung von Media-Saturn wird laut Süddeutscher auch noch ermittelt, doch er sitzt nicht in Untersuchungshaft. Es läuft jedoch eine Sonderprüfung der Revision gegen den verdächtigen Manager.

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