Tag: LEitsätze

Die novellierten OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen wurden in einem Festakt anlässlich der 50-Jahr-Feier der OECD heute in Paris unterzeichnet. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales begrüßt die Novellierung als beachtlichen Fortschritt.

Die teilnehmenden Staaten haben sich zur Förderung der OECD-Leitsätze verpflichtet. Die Standards beziehen sich auf sämtliche Bereiche gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung, z.B. auf die Einhaltung von Arbeitsrechten, Umweltschutz sowie Empfehlungen zur Korruptionsprävention und Steuergerechtigkeit. Hält ein Unternehmen den Verhaltenskodex nicht ein, kann eine Beschwerde an die jeweilige Nationale Kontaktstelle der OECD gerichtet werden. Diese führt eine öffentliche „Sünderkartei“. Das schafft Transparenz über Fehlverhalten und erhöht den Druck auf die Unternehmen, sich an die OECD-Grundsätze zu halten.

Die Novelle der OECD-Leitsätze sieht eine übergreifende operative Sorgfaltspflicht für Unternehmen in der Lieferkette vor. Die neuen Leitsätze definieren präzise, was dies für Unternehmen bedeutet. Außerdem wurde ein Kapitel „Menschenrechte“ eingefügt. Damit werden die Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern an Produkten mit sozial und ökologisch unbedenklicher Herkunft und die Rechte der Beschäftigten vor Ort spürbar gestärkt.

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