Tag: Hohmann-Dennhardt

Daimler hat nach den Korruptionsvorwürfen im Visier der US-Justizbehörden und der Börsenaufsicht in Sachen Compliance nachgelegt. Erst im vergangenen Jahr zahlte der Konzern 180 Millionen Dollar, um einen Vergleich in der Schmiergeldaffäre herbeizuführen, und hat seitdem den bis 2013 bestellten SEC-Aufpasser Louis Freeh, einen Ex-FBI-Chef, als Kontrolleur im Haus sitzen.

Die neue Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt, die das neu geschaffene Ressort Integrität und Recht verantwortet, bindet nun die Mitarbeiter beim Formulieren eines neuen Verhaltenskodex ein. „Wir wollen jetzt mit den Mitarbeitern über Integrität reden und die Ergebnisse dann in unsere neue Verhaltensrichtlinie einfließen lassen“, sagte Hohmann-Dennhardt dem Handelsblatt. „Ich gehe davon aus, dass wir Mitte nächsten Jahres so weit sind, dass der neue Verhaltenskodex in Kraft gesetzt werden kann.“

Zudem hat sich die ehemalige hessische Justizministerin und Bundesverfassungsrichterin entschlossen, die Stelle eines neutralen Ombudsmannes im Konzern einzurichten, der als „neutraler Vermittler“ künftig in Streitfällen moderieren soll. Daimler setzt damit im Konzern beim Umgang mit möglichen Korruptionsfällen stärker als bisher auf einen Dialog mit den Mitarbeitern. „Wir wollen jetzt mit den Mitarbeitern über Integrität reden und die Ergebnisse dann in unsere neue Verhaltensrichtlinie einfließen lassen“, kündigte Hohmann-Dennhardt an. „Ich hoffe, dass wir dann ein Kompendium haben werden, das weniger Regeln, aber dafür mehr Hilfestellung und Rat bieten wird.“ Der aktuelle Verhaltenskodex von Daimler umfasst noch mehr als 1400 Regeln. Mit einem zu umfangreichen Kompendium schaffe das Unternehmen jedoch nur „ein Gestrüpp von Vorschriften, die die Mitarbeiter gar nicht mehr überschauen können“, betonte Hohmann-Dennhardt.

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