Tag: Hochtief

„Inseln der Integrität“ zu schaffen und gleichzeitig Erfolge in Ländern wie Russland zu feiern, das auf einem sehr schlechten 154. Platz im Korruptionsranking von Transparency International steht feiern, ist für den Hochtief-Chefjurist und Anti-Korruptions-Experte Hartmut Paulsen möglich.„Man muss nur pfiffig und phantasievoll sein und durch die Qualität und Besonderheit von Produkten und Leistungen überzeugen. Das geht durchaus, wie der Fall Siemens zeigt,“ erklärt Paulsen im Interview mit der Wirtschaftswoche.

Dazu sei eine konsequente Antikorruptionspolitik im Unternehmen nötig. Die Mitarbeiter benötigten klare Leitlinien, an denen sie sich orientieren können und die ihnen – ohne dass Nachteile damit verbunden sind – erlaubten, Geschäfte abzulehnen, die nur durch Korruption erreichbar wären. Außerdem könnten sich Unternehmen mit ihren Wettbewerbern und Geschäftspartnern über Vorgehensweisen verständigen und so Inseln der Integrität bilden. Solche Initiativen gäbe es auch in Russland.

Besonders vorsichtig sei Hochtief in den Ländern, die im Korruptions-Index von Transparency International in der unteren Hälfte rangierten. Es werde jedoch auch nach der Art der Nachunternehmer unterschieden: Auftragsvergaben an Berater würden beispielsweise grundsätzlich genauer „gescreent“ und eine Vereinbarung mit einem Berater darf daher bei Hochtief nur unter Zuziehung der Rechtsabteilung abgeschlossen werden.
Auf den schlechten Ruf der Baubranche in Sachen Korruptionsbekämpfung angesprochen verweist Paulsen erneut auf Transparency International. In Deutschland hätten zahlreiche Bauunternehmen noch keinen Verhaltenskodex eingeführt und hier gibt es vermutlich in Sachen Korruption noch immer eine hohe Dunkelziffer.

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