Tag: Ergo

(nw) Der Versicherungskonzern Ergo bemüht sich nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Monate über eine Lustreise und fehlerhaft ausgestellte Riester-Verträge um Schadensbegrenzung.

Mit einem jetzt in Düsseldorf vorgestellten „Maßnahmenpaket“ will sich das Unternehmen künftig strengere Verhaltensregeln und mehr Transparenz zur Pflicht machen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

„Wir müssen konstatieren, dass wesentliche Vorwürfe im Kern berechtigt sind“, sagte Vorstandschef Torsten Oletzky gestern zum Abschlussbericht der Konzernrevision. Im Jahr 2007 hatte die Hamburg-Mannheimer, die inzwischen in der Ergo-Gruppe aufgegangen ist, auf Firmenkosten eine Feier in Budapest organisiert – mit Prostituierten für die erfolgreichsten Versicherungsvertreter.

In dieser Sache ermittelt auch die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen zwei frühere Manager der Hamburg-Mannheimer. Untersucht wird, inwieweit dem Konzern ein wirtschaftlicher Schaden durch die Party für 83 000 Euro entstanden ist. Eine Strafanzeige erhebt den Vorwurf der Untreue.

Mit einer Imagekampagne („Wir haben verstanden“), die mit rund 50 Millionen Euro zu den teuersten der Branchengeschichte gehört, wirbt Ergo derzeit um neue Kunden. Nach den Vorkommnissen hätten aber bisher nur wenige Verbraucher ihre Verträge storniert, teilte der Konzern mit.
Als Folge der Party und der Pannen im Versicherungsgeschäft stellte die Unternehmensführung in der Zentrale ein „Maßnahmenpaket“ vor, mit dem sich das Unternehmen künftig strengere Verhaltensregeln und mehr Transparenz zur Pflicht machen will. „Wir müssen konstatieren, dass wesentliche Vorwürfe im Kern berechtigt sind“, sagte Oletzky. Ein „Verhaltenskodex“ solle künftig selbstständige Vertreter zu „integrem Verhalten“ verpflichten. Außerdem solle künftig auch auf „eventuelle Nachteile“ von Versicherungsprodukten hingewiesen werden, zitiert das Hamburger Abendblatt Oletzky.

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