Tag: Corporate Social Responsibility

Die novellierten OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen wurden in einem Festakt anlässlich der 50-Jahr-Feier der OECD heute in Paris unterzeichnet. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales begrüßt die Novellierung als beachtlichen Fortschritt.

Die teilnehmenden Staaten haben sich zur Förderung der OECD-Leitsätze verpflichtet. Die Standards beziehen sich auf sämtliche Bereiche gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung, z.B. auf die Einhaltung von Arbeitsrechten, Umweltschutz sowie Empfehlungen zur Korruptionsprävention und Steuergerechtigkeit. Hält ein Unternehmen den Verhaltenskodex nicht ein, kann eine Beschwerde an die jeweilige Nationale Kontaktstelle der OECD gerichtet werden. Diese führt eine öffentliche „Sünderkartei“. Das schafft Transparenz über Fehlverhalten und erhöht den Druck auf die Unternehmen, sich an die OECD-Grundsätze zu halten.

Die Novelle der OECD-Leitsätze sieht eine übergreifende operative Sorgfaltspflicht für Unternehmen in der Lieferkette vor. Die neuen Leitsätze definieren präzise, was dies für Unternehmen bedeutet. Außerdem wurde ein Kapitel „Menschenrechte“ eingefügt. Damit werden die Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern an Produkten mit sozial und ökologisch unbedenklicher Herkunft und die Rechte der Beschäftigten vor Ort spürbar gestärkt.

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PARAMUS, NJ - JANUARY 27:  An IKEA sign is reflected in mirrored side of the building of an Ikea store January 27, 2005 in Paramus, New Jersey. Ikea, a Swedish company, currently has 200 stores worldwide and in the next 10 years is planning to open five stores annually in the U.S., the company's second-biggest market behind Germany.  (Photo by Stephen Chernin/Getty Images)

Billy-Regal, Köttbullar und Kinderparadies – IKEA hat das Image eines Gute-Laune-Möbelhauses. Doch damit ist jetzt Schluss. Der ehemalige Assistent von Firmengründer Ingvar Kamprad wirft dem schwedischen Möbelkonzern Bespitzelung und Diskriminierung vor. Sein Buch erscheint nun auf Deutsch. Darin tummeln sich viele Details, die Ikea in ein ganz anderes Licht rücken. Da ist von Intrigen, Bespitzelung, Rassismus im Konzern die Rede. Und Stenebo müsste wissen, wovon er spricht: 20 Jahre lang hat er bei Ikea gearbeitet.

So behauptet Stenebo, Ikea würde es mit dem Umweltschutz nur vordergründig ernst meinen. Bei Lieferanten gehe es zu sehr um den Preis, eine intensive Prüfung der Produktionsmethoden gebe es allzu oft nicht und einige Teppiche sollen von pakistanischen Kindern geknüpft werden. Der Konzern selbst spricht bei all dem von den „Ansichten einer Privatperson“, auf die man nicht eingehen wolle.

BERLIN - JUNE 19:  Juergen Trittin, co-lead candidate for the German Greens party in federal elections scheduled for September, speaks to the media on June 19, 2009 in Berlin, Germany. The Greens could play a significant coalitiion role should the elections remain in a minority deadlock between the leading Social Democrats (SPD) and Christian Democrats (CDU).  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Norwegen und die Niederlande haben es bereits vorgemacht. Frankreich zieht nach. Nun fordert auch die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Frauenquote von 40% in den Aufsichtsräten von börsennotierten und der mitbestimmten Unternehmen.
Den entsprechenden Gesetzentwurf (BT-Drs. 17/3296) begründet die Fraktion mit „erheblichen Defiziten“ bei der Gleichstellung der Geschlechter in der Privatwirtschaft. Die Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft seien „fest in Männerhand“. Da eine geschlechtergerechte Besetzung von Aufsichtsräten mit Selbstverpflichtungen der Wirtschaft nicht zu erreichen sei, obwohl eine Vielzahl qualifizierter Frauen zur Verfügung stünde, müssten entsprechende Regelungen im Aktiengesetz und in den Mitbestimmungsgesetzen verankert werden.
Ist die stärkere Einbeziehung von Frauen in Führungspositionen und Kontrollorganen tatsächlich nicht im Unternehmensinteresse? Oder werden gute Argumente von den „Entscheidern“ schlicht ignoriert? Weitsicht beweisen Unternehmen jedenfalls nicht, die der stetig wachsenden Zahl von Hochschulabsolventinnen noch immer keinen glaubhaften Karriereplan anbieten können.

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Eigentlich kennen wir „Stiftung Warentest“ als Garant für Qualität und Produktsicherheit. Nun hat Stiftung Warentest jedoch einen CSR-Test für T-Shirts durchgeführt. Die Abkürzung CSR steht dabei für Corporate Social Responsibility, also die freiwillige soziale und ökologische Verantwortung, die Unternehmen für ihre Mitarbeiter übernehmen.

Im CSR-Test T-Shirts den Stiftung Warentest in der Ausgabe 08/2010 ging es neben den üblichen Qualitätskriterien wie Haltbarkeit, Passform und Schadstoffbelastung unter anderem um das freiwillige Engagement von Modefirmen bzw. ihren Zulieferern für Mitarbeiter und die Umwelt. Vierzehn Nähereien und neun Färbereien rund um den Globus öffneten der Stiftung Warentest Tür und Tor. Dass nicht alle Modeketten sich gern auf die Fingern schauen lassen wollten, war zu erwarten. Mexx, NKD und zero wollten sich zu ihrer Corporate Social Responsibility nicht äußern. Als enttäuschend gilt jedoch die Auskunftsverweigerung von h&m. Die schwedische Modekette, für die Deutschland ein wichtiger Markt ist, bastelt seit Jahren an einem besseren ökologischen Image.

Kaum ein Textilunternehmen ist derzeit so im Gespräch wie kik. Der Textildiscounter kik , der derzeit ohnehin massiv in der Kritik steht, ließ seine T-Shirts auch zu sehr schlechten sozialökologischen Bedingungen in Bangladesch produzieren (die Kooperation wurde bereits 2009 beendet), räumte dies jedoch selbst gegenüber der Stiftung Warentest ein. Was viele nicht wissen: kik gehört zur Tengelmann-Gruppe, die sich seit Jahren als besonders umweltfreundlich darzustellen versucht.

Nach dem Nachhaltigkeitsranking der Dax-Konzerne, das die Münchner Ratingagentur Oekom Research für die WirtschaftsWoche erstellt hat, ist der Konsumgüterkonzern Henkel unter den DAX-Konzernen das nachhaltigste Unternehmen vor der Deutschen Telekom, der Allianz und BMW. „Henkel hat Nachhaltigkeit sehr früh zur Chefsache gemacht. Das Managementsystem bringt ständig Verbesserungen hervor“, begründet Oekom-Vorstand und Chefanalyst Matthias Bönning die Spitzenplatzierung.
Eine Vielzahl unterschiedlichster Kriterien von der Einhaltung der Menschenrechte über faires Wettbewerbsverhalten bis zu einem schlüssigen Klimaschutzkonzept und der Nutzung nachwachsender Rohstoffe floss bei der Bewertung der DAX-Konzerne ein.
Bei Henkel wurde hervorgehoben, dass das Unternehmen nur Lieferanten akzeptiere, die keine Kinder beschäftigen und Arbeitnehmerrechte achten. Bei der Weiterentwicklung der Produkte werde außerdem auf Ressourcenschonung, Verringerung der Umweltbelastung und einen gesteigerten Nutzen für den Kunden Wert gelegt. Seit 1998 sank der Energieverbrauch je Tonne Fertigprodukt um 40 Prozent. Der Wasserverbrauch wurde halbiert, das Abfallaufkommen um 37 Prozent reduziert. Bis 2012 will Henkel noch einmal um zehn Prozent besser werden.
Die zweitplatzierte Deutsche Telekom wird im Gutachten vor allem für die Energieeffizienz gelobt. Trotz drastisch wachsender Datenmengen sei der Stromverbrauch auf dem Niveau von 2002 stagniert und um erneuerbare Energie zu fördern, kaufe die Telekom Zertifikate aus der Wind- und Wasserenergie in Höhe ihres Stromverbrauchs.
Die auf Platz drei gerankte Allianz konnte durch ein gemeinsam mit der UN entwickeltes Konzept für Mikroversicherungen punkten, das armen Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern trotz kleiner Einkommen und Raten Versicherungsschutz bietet.

Das WIWO-Ranking im Überblick finden Sie hier.

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