Tag: Corporate Governance

McDonald’s Deutschland hat zur Einhaltung der eigenen Richtlinien und Selbstverpflichtungen – der Compliance nun einen eigenen Verantwortlichen ernannt. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der langjährige Chef-Justiziar Ulrich Bissinger nun Head of Compliance für McDonald’s in Deutschland und in der Division. Damit ist er zugleich zum Vice President befördert worden.

Neben seinen juristischen Aufgaben ist Ulrich Bissinger nun für die strategische Ausrichtung, die Umsetzung und Überwachung aller Maßnahmen zuständig. Einen wesentlicher Bestandteil der McDonald’s-Strategie ist ein CSR-Programm, das unter anderem auf nachhaltiges Wirtschaften abzielt und dabei beispielsweise auf mehr Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit setzt.

Ulrich Bissinger arbeitet seit 1986 für McDonald’s, baute unter anderem die Rechtsabteilung des Unternehmens auf und wurde 2002 zum Director Legal befördert. 2006 übernahm er zudem die rechtliche Verantwortung für sieben weitere europäische Länder.

Die zweite jährliche Studie von Cegedim Relationship Management zu Compliance-Trends in Europa ergibt einerseits zunehmendes Vertrauen in die Fähigkeit zur Erfüllung von Transparenzanforderungen und deckt andererseits anhaltende Missstände in Bezug auf Daten/Verfahrensmängel auf.

Den befragten Führungskräften aus der Pharma-, Biotech- und medizinischen Geräteindustrie zufolge sind Unternehmen bestrebt, operative Compliance zu erzielen. Dabei stellen unvollständige Daten und ineffiziente interne Systeme die größten Herausforderungen dar.

Der UK Bribery Act und der Foreign Corrupt Practices Act sind nicht die einzigen Vorschriften, die die Pharmaindustrie Europas transformieren. So wurde in Frankreich vor kurzem ein dem US Patient Protection and Affordable Care Act ähnliches Gesetz verabschiedet. Auch in den Niederlanden sollen bald strengere Transparenzvorschriften eingeführt werden. Unternehmen beobachten jetzt einen länderübergreifenden Wandel hin zu einer klareren Spesenabrechnung im Zusammenhang mit Gesundheitsdienstleistern. Dadurch wird die Latte noch weiter angehoben, was wiederum das Potenzial für Compliance-Verstöße erhöht.

Wichtige Branchenentwicklungen auf dem Weg zu operativer Compliance in Europa
Ein Vergleich der Ergebnisse aus den Jahren 2010 und 2011 zeigt, dass eine steigende Zahl europäischer Anbieter Unternehmensstandards in Bezug auf die für Gesundheitsdienstleister anfallenden Spesen umsetzt. Dabei gaben 76 % der Befragten im Jahr 2011 an, dass ihre Richtlinien auf alle externen Partner und internen Daten Anwendung finden, gegenüber 62 % im Jahr 2010. Außerdem sind Compliance-Experten stärker davon überzeugt, dass ihr Unternehmen in der Lage ist, Transparenzanforderungen zu erfüllen. So schätzten 87 % der Teilnehmer 2011 ihre Fähigkeit dazu als gut bis ausgezeichnet ein, im Vergleich zu 73 % im Vorjahr. 64 % der Befragten gaben 2011 an, die Implementierung einer Lösung zur Berichterstattung und Offenlegung eindeutiger Spesendaten sei eine „absolute Notwendigkeit“. Allerdings berichteten 44 % der Teilnehmer 2011, dass ihr Unternehmen bestehende Berichterstattungs- und Offenlegungspflichten mit Hilfe von Tabellenkalkulationen und anderen manuellen Verfahren erfülle, überraschende 22 % mehr als 2010.

Die Bereiche mit dem dringendsten Änderungsbedarf in Europa
Datenfehler und Systemmängel sind die größten Hindernisse 2011, die möglicherweise mit einer beträchtlichen Zunahme ineffizienter Berichterstattungsmechanismen in Verbindung stehen. Dazu gehören insbesondere die Schwierigkeit, Gesundheitsdienstleistern ausgehend von Spesenabrechnungen eine eindeutige Kennzeichnung zuzuordnen (52 %); unvollständige Spesen- und Kundeninformationen (43 %) und allgemeine System-/Verfahrensmängel (42 %).

„Europa ist an einem entscheidenden Punkt angelangt: Es ist auf dem Weg zu einem Umsetzungsmodell, das dem der USA zunehmend ähnelt“, erklärte Bill Buzzeo, Vice President, Global Compliance Solutions, Cegedim Relationship Management. „Unternehmen machen große Fortschritte bei der selbsttätigen Umsetzung. Dennoch verlässt sich der Großteil der Befragten laut der diesjährigen Studie auf ineffiziente manuelle Berichterstattungsmechanismen sowie Excel-Arbeitsblätter. Diese Unternehmen sollten den Einsatz einer leistungsfähigen automatisierten Lösung für Transparenz bei der Spesenabrechnung in Erwägung ziehen, um die administrativen Pflichten rund um das Thema Compliance in eine Wettbewerbsstrategie zu verwandeln.“

6000 Demonstranten protestierten am Freitag trotz klirrender Temperaturen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava gegen Korruption. Die Demonstranten fordern den Rücktritt dreier Minister; die Polizei setzt Wasserwerfer ein.

Bürgerinitiativen fordern nun die sofortige Abberufung des damaligen christdemokratischen Premierministers Mikulas Dzurinda, der in der derzeitigen Regierung das Amt des Außenministers bekleidet. Auch der damalige und heutige Finanzminister Ivan Miklos, der als neoliberal gilt und die Slowakei mit der Einführung einer „Flat Tax“ zu einem vieldiskutierten Modell machte, soll nach dem Willen der Demonstranten gehen, ebenso Vizepremier Rudolf Chmel, die sich die Aussöhnung zwischen Slowaken und Ungarn auf die Fahnen geheftet hat. Sie alle stehen im Verdacht, in Korruption involviert zu sein.

Bei dem Korruptionsskandal „Gorilla“, der die slowakische Öffentlichkeit seit Weihnachten erschüttert, geht es um die slowakische Investorengruppe Penta, die in den Jahren 2005 und 2006 beim Konsortium TwoOne gemeinsam mit dem Flughafen Wien und der Raiffeisen Zentralbank um die Privatisierung des Flughafens in Bratislava mitbot. Penta soll Auswahl und Tätigkeit des Privatisierungsberaters manipuliert und außerdem fünf der neun Mitglieder der Privatisierungskommission sowie den damaligen Verkehrsminister Pavol Prokopovic bestochen haben.

Das lässt sich in der Akte „Gorilla“ nachlesen, die in den Jahren 2005 und 2006 vom Slowakischen Geheimdienst SIS angelegt wurde, wie Innenminister Daniel Lipsic vor kurzem bestätigte. Dokumentiert sind Gespräche zur Vorbereitung von Privatisierungen vor allem von Energie- und Verkehrsunternehmen.
Belastet werden außer dem Penta-Vorsitzenden Jaroslav Hascak auch der Generaldirektor der Raffinerie Slovnaft Oszkar Vilagi, führende Politiker der Regierungsparteien SDKU-DS, KDH und Most-Hid sowie der Oppositionspartei Smer von Ex-Premier Robert Fico und der frühere Wirtschaftsminister Jirko Malcharek. Dieser hat sich laut einem Bericht des slowakischen Wirtschaftsblatts „Hospodarske Noviny“ inzwischen ins Ausland abgesetzt.

Vor einigen Monaten noch schien es in Bratislava nur schwer vorstellbar, dass ein über Facebook organisierter Straßenprotest gegen Korruption in der Slowakei ernsthaft politisch eine Rolle spielen könnte. Seit dem „Fall Gorilla“ ist das anders: Das öffentlich gewordene Dokument des slowakischen Geheimdienstes SIS hatte ein Korruptionsgeflecht in der Politik des Landes aufgedeckt, das bei vielen Slowaken die Wut über die politische Klasse zum Überlaufen brachte.

Vor allem Politiker der zwischen 2002 und 2006 regierenden Mitte-Rechts-Parteien sollen bei Privatisierungen mitgeschnitten und Provisionen in Millionenhöhe erhalten haben. Die Privatisierungen wurden im Hintergrund von der Finanzgruppe Penta gesteuert.

Der slowakische Korruptionsskandal erreichte auch Österreich: Die heimische Meinl-Bank soll laut den mutmaßlichen Protokollen des SIS für die Penta-Gruppe Geld gewaschen haben. Auch der Flughafen Wien und die RZB hätten laut Presseberichten Penta als Partner bei einem Konsortium an Bord gehabt, das sich 2006 um den Kauf des Flughafens Bratislava bewarb.

Daimler hat nach den Korruptionsvorwürfen im Visier der US-Justizbehörden und der Börsenaufsicht in Sachen Compliance nachgelegt. Erst im vergangenen Jahr zahlte der Konzern 180 Millionen Dollar, um einen Vergleich in der Schmiergeldaffäre herbeizuführen, und hat seitdem den bis 2013 bestellten SEC-Aufpasser Louis Freeh, einen Ex-FBI-Chef, als Kontrolleur im Haus sitzen.

Die neue Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt, die das neu geschaffene Ressort Integrität und Recht verantwortet, bindet nun die Mitarbeiter beim Formulieren eines neuen Verhaltenskodex ein. „Wir wollen jetzt mit den Mitarbeitern über Integrität reden und die Ergebnisse dann in unsere neue Verhaltensrichtlinie einfließen lassen“, sagte Hohmann-Dennhardt dem Handelsblatt. „Ich gehe davon aus, dass wir Mitte nächsten Jahres so weit sind, dass der neue Verhaltenskodex in Kraft gesetzt werden kann.“

Zudem hat sich die ehemalige hessische Justizministerin und Bundesverfassungsrichterin entschlossen, die Stelle eines neutralen Ombudsmannes im Konzern einzurichten, der als „neutraler Vermittler“ künftig in Streitfällen moderieren soll. Daimler setzt damit im Konzern beim Umgang mit möglichen Korruptionsfällen stärker als bisher auf einen Dialog mit den Mitarbeitern. „Wir wollen jetzt mit den Mitarbeitern über Integrität reden und die Ergebnisse dann in unsere neue Verhaltensrichtlinie einfließen lassen“, kündigte Hohmann-Dennhardt an. „Ich hoffe, dass wir dann ein Kompendium haben werden, das weniger Regeln, aber dafür mehr Hilfestellung und Rat bieten wird.“ Der aktuelle Verhaltenskodex von Daimler umfasst noch mehr als 1400 Regeln. Mit einem zu umfangreichen Kompendium schaffe das Unternehmen jedoch nur „ein Gestrüpp von Vorschriften, die die Mitarbeiter gar nicht mehr überschauen können“, betonte Hohmann-Dennhardt.

(brl) Als Adressat von Hinwiesen auf Risiken kommen die meisten Stellen im Unternehmen in Betracht. Soweit es sich um strafrechtliche Risiken handelt, wird es sich oft um Compliance, Recht oder Revision handeln. Zunächst sind wir dankbar für die Unterstützung bei der Risikoidentifikation und den im Hinweis liegenden Loyalitätsbeweis. Dann aber müssen z.B. die Fachabteilungen zur weiteren Bewertung in Vorbereitung von Entscheidungen zur Risikobehandlung hinzugezogen werden. Sollte dabei der Name oder andere identifizierende Merkmale des Hinweisgebers – z.B. auf Nachfrage – genannt werden ?

Dafür könnte ein Interesse sprechen, erwiesenen Sachverstand zu nutzen, doppelte Arbeit zu vermeiden, oder einfach nachfragen zu ermöglichen. In einem jetzt entschiedenen Fall wurde die Eingrenzung und Sicherung nötiger Akten als Grund genannt – und im übrigen wäre der Hinweisgeber doch sicher nur froh, wenn sein Anliegen als seines aufgegriffen wird. Diese Begründung wurde nun in einer Entscheidung explizit als „bestenfalls unredlich“ (disingenuous at best) bezeichnet.

ACHTUNG: Nach der hier besprochenen Widerspruchsentscheidung, die bis auf weiteres Präjudiz- und Bindungswirkung hat, darf ein auf der Aufsichtsratsebene angesiedelter Prüfungsausschuss die Identität eines Hinweisgebers auch innerhalb des Unternehmens nicht weitergeben, weder an die Revision, noch gar an die Leitung des Finanzbereichs, aus dem das Risiko stammen soll. Das gilt ausdrücklich selbst für den Fall, dass die Identität leicht zu erraten wäre.

Der Neuigkeitswert der Entscheidung liegt darin, dass erstmals Rechtsfolgen mit der Preisgabe der Identität des Whistleblowers verbunden werden. Sie ist danach als (ungerechtfertigt) diskriminierende Handlung zu bewerten, die schädigende Folgen hat und insoweit zu Ausgleichspflichten führt. Das Unternehmen kann sich nur verteidigen, wenn es nachweist, dass es die Identität auch ohne die geschützte Handlung des Hinweisgebers (also auch ohne das Whistleblowing) aus geschäftlich zwingenden Gründen preisgegeben hätte – eine anspruchsvolle Beweisführung.

Die Entscheidung ist in den USA durch das (Federal) Department of Labor Administrative Review Board zu Abschnitt 806 des Sarbanes Oxley Acts ergangen.
Sie ist in ihrem unmittelbaren Wirkungsbereich also eingeschränkt und scheinbar weit von unserer Tätigkeit entfernt. Da die Grundfrage – kann die Preisgabe der Identität eine ungerechtfertigte Diskriminierung und die Ursache von Schäden sein – jedoch stets in derartigen Zusammenhängen auftritt, empfehle ich eine genaue Würdigung der Entscheidung. Die gilt umso mehr, als sich Unternehmen in der Situation zumeist besonderem Zeit- und Handlungsdruck ausgesetzt sehen. Dabei können allerdings folgenschwere Kommunikationsfehler entstehen, für die Aufklärung wenig sachdienlich e-mail Verteiler – oder eben nicht indizierte Namensnennungen. Wenn Unternehmen dazu nicht vorab und laufend im Detail beraten sind, brauchen Sie hier spezifische Unterstützung in der (Krisen-) Kommunikation.

Die Entscheidung des DOL ARB vom 13.09.2011 in Sachen Menendez v. Halliburton ist hier vollständig zu lesen.

RA Björn Rohde-Liebenau
Ombudsmann, Mediator
RCC Risk Communication Concepts

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Viele Manager verfügen nicht über die Mittel und ausreichende Unterstüt-zung, um das Engagement ihrer Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern. Das zeigte eine Umfrage, die Aon Hewitt unter 700 Führungskräften in zehn europäischen Ländern durchgeführt hat. Obwohl der Kampf um die besten Talente weiterhin tobt und die im Schnitt geringen Gehaltssteigerungen fast vollständig durch die Inflation aufgefressen werden, beschäftigen sich nur 15 Prozent der Führungskräfte mehr als zehn Tage im Jahr mit der Durchführung und Auswertung von Mitarbeiterbefragungen sowie der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung des Engagements. Der Großteil investiert nur zwei bis fünf Tage. Dabei sind genau die mittleren Führungskräfte durch ihren täglichen Kontakt zu den Mitarbeitern der Schlüssel zu deren Engagement. Die zugrundeliegende Gleichung ist dabei ganz einfach: Je engagierter der Manager, desto engagierter die Mitarbeiter. Der Ball liegt also bei den Unternehmen. Sie müssen die richtigen Bedingungen schaffen und das mittlere Management in seiner Funktion als Engagement-Multiplikator stärken.

“Viele Unternehmen überprüfen das Engagement-Level ihrer Mitarbeiter”, so Michael Hermann, Engagement Lead Central Europe bei Aon Hewitt. “Aber nur die wenigsten nutzen die Ergebnisse. Die Studie zeigt, dass sich Manager nicht ausreichend Zeit nehmen und oft nicht wissen, wie sie die Resultate interpretieren sollen. Sieben Prozent werfen noch nicht einmal einen Blick darauf.” Wie die Untersuchung außerdem zeigt, sind das vor allem die unterdurchschnittlich engagierten Führungskräfte. Der Engagement-Grad dieser Gruppe liegt bei nur 27 Prozent im Vergleich zu 63 Prozent bei den aktiv handelnden Managern. “Das bedeutet, dass eine starke Engagement-Kultur und -Strategie, die über alle Ebenen greift, die beste Grundlage ist, Engagement nachhaltig zu beeinflussen”, interpretiert Hermann die Ergebnisse. “Diese beinhaltet auch die Befähigung des mittleren Managements in Sachen Engagement. Einige der Unternehmen, die als “Best Employer” gelten, setzen das bereits mustergültig um.” Statt lediglich die Mitarbeitermotivation einmal im Jahr zu messen, schnüren diese Aufgabenpakete, die das Mitarbeiterengagement in den beruflichen Alltag des Managers integrieren und geben ihm entsprechende Werkzeuge an die Hand. “In den meisten Unternehmen ist das aber noch nicht angekommen”, so Hermann.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung hat Aon Hewitt Erfolgsfaktoren erarbeitet, die dazu beitragen, das mittlere Management zum starken Glied in der Engagement-Kette auszubilden.

1. Im gesamten Unternehmen braucht es ein gemeinsames und gelebtes Verhalten, bei dem die Motivation der Mitarbeiter zentral ist.

2. Manager brauchen Unterstützung: Die Vorgesetzten des mittleren Managements agieren in einer Vorbildfunktion. Sie zeigen das richtige Verhalten im täglichen Umgang und leisten gegebenenfalls Hilfestellung bei Fragen.

3. Manager brauchen das Bewusstsein, dass nicht die HR-Abteilung allein für Engagement verantwortlich ist, ihnen aber zur Seite steht.

4. Das richtige Handwerkszeug ist Trumpf: Führungskräfte müssen lernen, wie Ergebnisse zu interpretieren und zu bewerten sind. Workshops der HR-Abteilung können hier helfen.

5. Manager brauchen Ziele: Sie müssen genau wissen, was von ihnen erwartet wird. Kennzahlen zum Thema Engagement einzuführen erleichtert die Erfolgsmessung und zeigt Führungskräften, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

6. Manager brauchen Beweise: Sie sollten anhand von konkreten Beispielen aufgezeigt bekommen, wie Engagement den Unternehmenserfolg und ihr eigenes Handeln das Mitarbeiterengagement beeinflusst.

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Der Verhaltenskodex einiger Unternehmen engt den Mitarbeiter unnötig ein und demotiviert sie. Das behauptet Managementberater und Bestsellerautor Reinhard K. Sprenger im Interview mit dem manager-magazin.Gute Leistungen seien nur durch Eigenverantwortung und möglichst große Freiräume zu erreichen. Compliance-Vorschriften wirkten dagegen entmündigend.

Weiter erklärt Sprenger, jedes Unternehmen müsse „mit einer Grundlast von 10 Prozent krimineller Energie leben“ – sonst werde es totalitär. „Dieser ganze Verregelungszirkus“ schaffe lediglich die Illusion von Sicherheit. Schade ist, dass Sprenger selbst kein eigenes Konzept präsentiert, wie Compliance im Vertrieb realisiert werden könne. Auch die Motivation von Mitarbeitern hält er für unnötig. Jeder Mensch sei motiviert.

Nun ist Sprenger nicht der einzige, der Compliance für eine überflüssige Modeerscheinung hält. Was uns Sprenger und das manager-magazin mit diesem Interview aber eigentlich sagen wollten, bleibt vorerst ein Rätsel.

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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage wegen eines Deals zwischen VW und der Deutschen Telekom erhoben, bei dem auch einige Millionen für den VfL Wolfsburg abfallen sollten. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Volkswagen habe einen hoch dotierten Vertrag mit der Telekom-Tochter T-Systems erst dann fortgeführt, als die Telekom-Firma ihrerseits angekündigt hatte, einen Sponsorvertrag mit dem VfL Wolfsburg über vier Millionen Euro pro Saison zu verlängern. Der Deal mit T-Systems über die Pflege der Computersysteme bei Volkswagen hätte aber nicht an die Unterstützung für den VfL gekoppelt werden dürfen, glaubt die Staatsanwaltschaft.

Zwei Führungskräfte aus der Einkaufs-Abteilung sind nun wegen Bestechlichkeit angeklagt, zwei frühere Manager und ein Ex-Berater von T-Systems wegen Bestechung. Sie sollen sich vor der Wirtschaftsstrafkammer des Stuttgarters Landgerichts verantworten. Dass T-Systems ihr Sponsoring beim VW-Werksklub später trotzdem einstellte, ändert aus Sicht der Ermittler nichts am Gesetzesverstoß. In Stuttgart ist der Fall anhängig, weil dort einer der Beschuldigten wohnt.

Der Fall ist in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert, Wirtschaftsjuristen sprechen von einem „Pilotverfahren“. Erstmals wird juristisch geklärt, ob Deals in Industrie und Wirtschaft mit einem Sport-Sponsoring verknüpft werden dürfen. In der Fußballbranche und darüber hinaus wird das Verfahren aufmerksam und teils mit Sorge verfolgt. Bei einigen von den vielen Firmen, die Lieferanten oder anderweitig Geschäftspartner von Volkswagen sind und zugleich den VfL fördern, haben die Ermittlungen bereits beträchtliche Unruhe ausgelöst. Nach Erkenntnissen der Stuttgarter Kriminalpolizei hat VW nicht nur T-Systems dazu gedrängt, sich beim VfL zu engagieren. Manche VW-Lieferanten hätten „nicht ganz freiwillig“ einem Sponsoring bei den Wölfen eingewilligt, notierte die Kripo. Nun steht das System VW auf dem Prüfstand.

VW sagt dazu, der Konzern habe niemanden zu einem Sponsoring bei den Wölfen gedrängt. „Wir gehen fair mit unseren Geschäftspartnern um.“ Und man habe „kein Problem damit, dass Lieferanten von Volkswagen auch Sponsoringverträge mit dem VfL Wolfsburg abschließen“.

Probleme haben dafür nun die fünf Angeklagten, die alle Vorwürfe zurückweisen. Das sei eine „straflose Klimapflege“ gewesen, sagt der Kölner Anwalt Björn Gehrke, der einen der Beschuldigten vertritt. Alle fünf hätten offensichtlich in dem „guten Glauben gehandelt“, die Interessen ihrer Unternehmen bestmöglich zu vertreten. Außerdem seien sowohl bei VW als auch bei der Telekom „maßgebliche Entscheidungsträger“ in diese Geschäfte eingebunden oder zumindest ausreichend darüber informiert gewesen. „Mit der Einbindung dieser Entscheidungsträger war das alles in diesem Zusammenhang nicht strafbar.“

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Die AuthentiDate International AG hat ein aktuelles, umfangreiches White Paper zu den rechtlichen Rahmenbedingungen beim elektronischen Rechnungsaustausch in Europa herausgegeben.

Das White Paper erläutert einfach und verständlich die aktuelle rechtliche Situation und listet übersichtlich die jeweiligen nationalen Anforderungen an den Versand und Empfang elektronischer Rechnungen in allen EU-Ländern auf. Zusätzlich werden die spezifischen, nationalen Anforderungen an die elektronische Archivierung für alle Länder skizziert.

Jeder Leser, auch ohne besondere Vorkenntnisse, erhält mit dem White Paper einen einfachen Leitfaden zur Umsetzung der elektronischen Rechnungsstellung und Archivierung und kann so landesspezifische Anforderungen beim internationalen Rechnungsaustausch schnell und pragmatisch umsetzen. So werden auch z.B. spezielle Compliance Vorgaben, wie die Verwendung qualifizierter Zeitstempel für elektronische Rechnungen in Italien und Ungarn, dargestellt.

Umfangreich erläutert wird auch inwieweit die einzelnen europäischen Länder bereits die neue EU-Richtlinie 2010/45/EU zum elektronischen Rechnungsversand in landesspezifische Gesetze umgesetzt haben. In Deutschland geschah dies bereits mit dem kürzlich verabschiedeten Steuervereinfachungsgesetz.

Unternehmen, die weltweit elektronische Rechnungen austauschen, können auf Anfrage auch entsprechende Informationen zu Ländern außerhalb Europas erhalten. In diesen wird ebenfalls auf landesspezifische Anforderungen eingegangen, so z.B. den elektronischen Rechnungsversand in Israel, Schweiz und Lateinamerika.

Das White Paper mit einer Übersicht der rechtlichen Situation in der Europäischen Union ist als kostenfreie Version mit Übersicht der Anforderungen in allen EU-Ländern und einem Landes-Detailbeispiel kostenlos unter www.authentidate.de und www.signamus.de verfügbar. Die Version mit Übersicht und Details für alle EU Länder kann über das in der kostenfreien Version enthaltene Bestellformular angefordert werden.

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79 Prozent der Kreditinstitute bewerten die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften als bedeutende Managementdisziplin für das eigene Institut. Als wichtigste Gründe werden neben dem Schutz eigener Mitarbeiter (87 Prozent), die Risikominimierung (83 Prozent) und der Reputationsschutz (83 Prozent) genannt. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch noch Verbesserungspotenzial. So wird die Compliance-Lagebewertung künftig noch fundierter sein müssen als heute üblich. Das ist das Ergebnis des Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting. Der Managementkompass „Corporate Governance“ basiert auf einer Online-Befragung. Dazu wurden 350 Fach- und Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen verschiedener Branchen im Juli 2011 befragt.

In der stark regulierten Finanzbranche ist die Komplexität der Compliance- und Corporate-Governance-Anforderungen besonders hoch – ebenso der bereits erreichte Reifegrad. Die jüngsten Gesetzesnovellen für Banken und Versicherungen setzten in der Compliance-Risikobewertung dennoch neue Maßstäbe. So müssen beispielsweise Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige Straftaten künftig als ein Komplex betrachtet und gesamthaft bewertet werden. Das wirkt sich unmittelbar auf die Analyse von Kundenbeziehungen aus, um etwa Vortaten zur Geldwäsche wie Steuerhinterziehung zu verhindern. Diese detaillierten Prüfkriterien gelten für die gesamte Unternehmensgruppe, also auch für alle Konzerngesellschaften im Ausland.

„Wenn alle Beziehungen zu Kunden und deren wirtschaftlich Berechtigten national und international neu zu bewerten sind, dann ist die Compliance Stelle gefragt, aus einem globalen Review kein Debakel werden zu lassen.“, sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting. „Eine zentral nutzbare Informationsbasis mit allen aktuellen Anforderungen und Kundendaten ist die naheliegende Lösung, um Aufwände und Abstimmungsbedarfe gering zu halten.“

Für dieses Ziel muss das Rad aus Sicht von Martin Stolberg nicht neu erfunden werden. So basieren beispielsweise CRM und Client-Due-Dilligence Bewertungen auf nahezu identischen Informationen, die jedoch bisher noch von unterschiedlichen Unternehmensbereichen verwendet werden. „Um den Vorschriften des Datenschutzes zu entsprechen, müsste zunächst ein Filter über die Datenerhebung und -auswertung gelegt werden. Die Überführung in eine gemeinsame Nutzung macht es anschließend möglich, alle relevanten Compliance-Bewertungen zu verdichten. Angenehmer Nebeneffekt: Compliance wird auf diesem Wege kostengünstiger“, so abschließend Martin Stollberg.

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