Tag: Bürgerentlastungsgesetz

Die Vergütung von Managern soll sich künftig stärker am langfristigen Unternehmenserfolg orientieren. Der Bundestag brachte im Rahmen des sogenannten Bürgerentlastungsgesetz unter anderem auch die Regelungen zur Begrenzung von Managergehältern unter Dach und Fach. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erklärte in der Debatte, die verfehlte Vergütungspraxis sei einer der wesentlichen Gründe für die Finanzkrise gewesen und nun gelte es Anreize für langfristigen Erfolg zu schaffen.
Mit längeren Haltefristen für Aktienoptionen (mindestens 4 statt bisher 2 Jahre) geht aber auch eine stärkere Haftung der Vorstände einher: Mit 10% Selbstbehalt, höchstens jedoch dem 1,5 fachen Jahresfestgehalt sollen Vorstände in Zukunft für Ihr Handeln persönlich haften. Auch Aufsichtsräte werden nach dem neuen Gesetz stärker in die Pflicht genommen: Sie haften, falls sie für Vorstandsmitglieder unangemessene Bezüge festlegen. Außerdem sollen die Gehälter bei „außerordentlichen Entwicklungen“ durch den Aufsichtsrat gesenkt werden. Der umstrittene fliegende Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat ist bei börsennotierten Gesellschaften grundsätzlich frühestens zwei Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand möglich.
Die geplante Beschränkung der Absetzbarkeit von Vorstandsgehältern und Abfindungen auf eine Million Euro im Jahr wurde nicht Gesetz. Die Oppositionsparteien kritisierten das Gesetz, wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen, als teilweise zu kurz und teilweise zu weitgehend. Ist das Gesetz ein Schritt in die richtige Richtung oder doch nur ein fauler Kompromiss, der letztlich keinem nützt?

Kontakt

Wir freuen uns über Ihre Nachricht. Ein Mandatsverhältnis kommt hierdurch noch nicht zustande.

Name
Email
Message

Ja! Ihre Nachricht wurde versandt.
Eingabefehler! Etwas scheint mit Ihren Einträgen nicht zu stimmen.
Impressum

©Rechtsanwaltskanzlei Niko Härig