Tag: BDK

Die hohe Spielhallendichte im Bezirk Harburg (42 Hallen für 152 285 Einwohner) macht den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) stutzig. Darüber berichten die Harburger Nachrichten. Dass alle Automatencasinos einzig von ihren legalen Einnahmen leben können, sei kaum vorstellbar, sagt Sebastian Fiedler, der als Mitglied des BDK-Landesvorstands Nordrhein-Westfalen ein anerkannter Experte für Wirtschaftskriminalität ist.

Laut Fiedler sei es ein Unding, dass Geldspielautomaten nicht (ähnlich wie Supermarktkassen) mit einem System ausgestattet werden, das jede Ein- und Auszahlung festhält: „Technisch wäre das möglich, doch es gibt keine große Lobby, die ein solches System fordert.“ Bundesweit verzeichnet die Branche einen Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Euro und zahlt dementsprechend Steuern.

Die Tatsache, dass die zeitlichen Abläufe an einem Automaten nicht nachvollzogen werden können, macht es Kriminellen leicht, ihr illegal erworbenes Geld zu waschen. Selbstverständlich ist dazu immer die Mitarbeit der Spielhallenbetreiber nötig. Sobald das „schmutzige“ Geld in den Automaten geworfen wurde, kann es vom Betreiber als Gewinn zur Bank gebracht und versteuert werden. Wer das Geld in den Automaten geworfen hat und in welchem Zeitraum, ist nicht zurückzuverfolgen. Schwarzgeld oder Einnahmen aus kriminellen Geschäften werden so legalisiert – und der Betreiber verdient daran mit.

Der BDK fordert deshalb, dass Spielhallen in das Geldwäschegesetz aufgenommen werden sollen. Somit müssten sie bei Verdachtsfällen die Identität ihrer Kunden offenlegen.

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