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Heute wurde der frühere Risko-Vorstand der BayernLB Gerhard Gribkowsky in München wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr, der Untreue und der Steuerhinterziehung verhaftet. Der Manager war wegen der ungeklärten Herkunft seines 50-Millionen-Dollar-Vermögens in das Visier der Ermittler geraten. Nach dem Stand Ermittlungen habe der Manager im Zuge des Verkaufs der Formel-1-Vermarktungsrechte der BayernLB an den britischen Finanzinvestor CVC im Jahr 2006 „für sein Entgegenkommen“ getarnt über zwei Beraterverträge insgesamt 50 Millionen Dollar erhalten. Die Summe sei an zwei Firmen in Österreich geflossen, die von Gribkowsky gegründet worden waren. Diese Einnahmen habe er zudem gesetzeswidrig in Deutschland nicht versteuert.

Nach der Verhaftung Gribkowsky will dei BayernLB zunächst keine eigenen Untersuchungen in dem Fall mehr unternehmen. Die Staatsanwaltschaft habe die Landesbank aufgefordert, „auf jegliche eigene Ermittlungstätigkeiten bis auf weiteres zu verzichten“, sagte ein Sprecher der Bank. Gribkowsky steht neben anderen Topmanagern der Bank auch wegen des umstrittenen Kaufs der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) im Visier der Strafverfolger. Außerdem macht auch der amtierende Verwaltungsrat Schadenersatz gegen Ihn geltend.

MUNICH, GERMANY - FEBRUARY 14:  The writing Bayern LB (Bavarian Landesbank) is seen on at the glass facade of the Bayern LB head quarter on February 14, 2008 in Munich, Germany. Due to the international finance crisis the Bavarian Finance Minister Erwin Huber announced today a loss 1,9 Billion Euro in 2007.  (Photo by Johannes Simon/Getty Images)

Der ehemalige Chef der BayernLB, Werner Schmidt, kann für die mit Spekulationen auf Ramschhypotheken verursachten Milliardenverluste nicht haftbar gemacht werden. Ein Gerichtsgutachten ist zu dem Ergebnis gekommen, die ehemaligen Vorstände haben ihre Pflichten nicht verletzt. Auch der Verwaltungsrat – das Kontrollgremium der Eigentümer – habe „seine Überwachungspflichten in hinreichendem Maße erfüllt“.
Der Wert des von der Kanzlei Hengeler Mueller erstellten Gutachtens ist jedoch umstritten, da die Kanzlei die BayernLB angeblich bei der Strukturierung der ABS-Papiere beraten hatte.
Ein zweites, vom Landtag in Auftrag gegebenes Gutachten soll frühestens im August vorliegen. Aufatmen können die Bankmanager ohnehin noch nicht, denn auch der Staatsanwalt ermittelt, wie die Bank durch schlechte Geschäfte an den Rand des Ruins geraten konnte. Dabei wird insbesondere auch der Erwerb der Hypo Group Alpe Adria durch die BayernLB untersucht.

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