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FTD: Lektionen aus dem Compliance-Desaster bei ThyssenKrupp

Wenn ein Vorstand, der für Recht und Ordnung im Konzern zuständig ist, diese Regeln selbst missachtet, disqualifiziert er sich für diesen Job – so klar und so treffend formuliert es die Financial Times Deutschland in ihrem Leitartikel zum Compliance-Desaster bei ThyssenKrupp.

Bei Luxusreisen für Politiker sei das Medienecho wohl anders ausgefallen, mutmaßt FTD und macht das „bigotte Verhältnis von Teilen des Berufsstands zu moralischer Integrität“ dafür verantwortlich.

Nicht ganz einleuchtend ist die im Beitrag aufgestellte Theorie, einige Redaktionen seien damit überfordert, sich ein eigenes Wertegerüst zuzulegen und zu verteidigen. Welche Wirtschaftsredaktion bitte kann sich Redakteure erlauben, die dort wo Richtlinien fehlen, selbst eine Bewertung der eigenen Unabhängigkeit vornehmen? Hierzu braucht es vor allem Transparenz und noch viel mehr Konsequenz. Immerhin ist auch die FTD noch nicht perfekt: Zwar habe man sich dort zur Regel gemacht, die Reisekosten bei Einladungen selbst zu tragen – es gebe aber Ausnahmen…

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