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In einem gelungenen Beitrag in der Legal Tribune Online setzt sich der geschätzte Kollege Niko Härting mit einer Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs NRW auseinander: Das Aufdrucken von Name und Webadresse der Kanzlei auf die Anwaltsrobe ist laut Auffassung des Gerichts unsachliche Werbung. Die Entscheidung erhebt Geschmacksfragen zu Rechtspflichten meint Niko Härting. Dem kann ich nur zustimmen. Noch ein anderer Aspekt wäre aber zu diskutieren: Wem nützt solche Werbung eigentlich?

Im Gerichtssaal – und nur dort ist die Robe Amtstracht – gibt es kaum Mandate zu gewinnen. Die eine Seite ist bereits Mandantschaft, die andere Seite aus Gründen der Interessenkollission keine geeignete Zielgruppe und die Richterschaft offensichtlich auch nicht für derartige Werbung zugänglich. Die individuelle Robe ist also eher Selbstdarstellung.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich fände es großartig in Gerichten nicht nur schwarze Roben, sondern wahlweise alle Kostüme der Superhelden der Justice League (siehe Bild) anzutreffen. Anwältinnen und Anwälte sollten vor Gericht aber eben nicht Selbstdarsteller, sondern Interessenvertreter und Organe der Rechtspflege sein. Selbstdarstellung auf Kosten der Mandanteninteressen – sei es durch Äußerlichkeiten oder den Vortrag selbst – verbietet sich daher. Ein sachlicher Auftritt ist aber leider keine Selbstverständlichkeit – und könnte gerade deswegen schon wieder eine super Werbung sein.

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