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Wie kanadische Wissenschaftler jetzt herausfanden, neigen gerade Manager dazu, sich für die riskantere Alternative zu entscheiden, wenn sie vor der Wahl unter Druck gesetzt werden. Haben sie diesen äußeren Druck nicht, wägen sie gründlicher ab, reflektieren mehr und wählen besser, wie es der Studienautor Theodore Noseworthy von der Universität von Guelph zusammenfasst. Darüber berichtet auch „Karrierebibel“. Die sonst differenziert-analytische Problemlösungskompetenz reduziert sich unter Stress erheblich., weil die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen zwei völlig separate Instanzen sind.

An einem der ersten Experimente nahmen 80 erfahrene Manager teil. Sie wurden mit typischen Entscheidungen aus dem Geschäftsalltag konfrontiert, wobei eine Variante mit besonderen Risiken behaftet war, ja sogar unethische Konsequenzen beinhaltete. Setzten die Forscher die Manager aber unter Stress, trafen Sie die Entscheidung eigentlich nur für sich, nicht aber für die Stakeholder. Der Druck distanzierte sie rational von den möglichen negativen und langfristigen Konsequenzen für das Unternehmen und korrumpierte sie letztlich auch emotional. Unter Stress wurde die Risiko-Variante bevorzugt, und zwar auch von denjenigen, die unter normalen Umständen nachweislich eine hohe und ausgewogene Problemlösungskompetenz besaßen.Tatsächlich übersahen die Manager diesen Effekt allesamt.

Ein zweites Experiment mit 192 Managern verlief ähnlich. Mal trafen Sie Entscheidungen unter hohem, mal unter geringen äußeren Druck. Mal konnten sie zwischen zwei Alternativen wählen, mal sogar beide ablehnen. Und wieder: Die Mehrheit entschied sich für riskantere Optionen, wenn sie sich psychologisch von den Folgen entfernte. Wichtig aus Compliance-Sicht und für die Ausgestaltung von Anreizsystemen: Die ethischen Konsequenzen ihrer Entscheidung bemerkten und berücksichtigten die Manager übrigens vor allem dann, wenn sie sich nicht für eine Alternative entscheiden mussten, sondern auch beide ablehnen konnten.

Mit der Qualität ihrer Beratung können sich die Banken in Deutschland heute am besten von der Konkurrenz abheben und auch in Zukunft wird die Beratungsqualität ein wichtiges Kriterium sein. Doch es werden weitere Faktoren hinzukommen, auf die die Kunden noch mehr Wert legen werden. Das zeigt die Studie „Zukunft der Banken 2020“ von Lünendonk in Zusammenarbeit mit Steria Mummert Consulting, über die „Das Investment“ berichtet. Die Forscher forderten mehr als 100 Manager aus Privatbanken, öffentlich-rechtlichen Geldinstituten und Genossenschaftsbanken auf, die Bedeutung von 16 Merkmalen im Wettbewerb heute und im Jahr 2020 einzuschätzen. Die Bewertung erfolgte anhand einer Skala von 1 für „gar keine Bedeutung“ bis 4 für „sehr hohe Bedeutung“.

Mit einer durchschnittlichen Bewertung von jeweils 3,4 landeten die Beratungsqualität und Kundenähe an der Spitze der heute wichtigen Faktoren. Für das Jahr 2020 rechnen die Bankmanager aber damit, dass heute noch als nachrangig bewertete Merkmale an Bedeutung gewinnen werden. So wird die Bedeutung der Beratungsqualität bis zum Jahr 2020 nach Einschätzung der befragten Manager zwar auf 3,5 steigen. Den derzeitigen Spitzenplatz wird sie jedoch nicht halten können, denn Risikomanagement und Gesamtbanksteuerung überholen knapp mit jeweils 3,6.

Den im Verhältnis größten Sprung nach vorn wird der Bereich Online- und Mobile Banking machen, so ein weiteres Studienergebnis. Gegenwärtig messen ihm die befragten Banker mit durchschnittlich 2,6 eine vergleichsweise geringe Bedeutung für die Differenzierung im Wettbewerb bei. Sie gehen aber davon aus, dass er im Jahr 2020 mit der Beratungsqualität gleichauf bei 3,5 liegen wird. Ebenfalls stark an Relevanz gewinnen wird die Schnelligkeit der Geschäftsprozesse, mit einem Anstieg von 2,9 auf 3,5, sowie die Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit der Banken, die von 2,8 auf ebenfalls 3,5 steigt. An anderer Stelle hingegen wird es für die Banken einfacher: Die Bedeutung der Produktvielfalt wird nach Einschätzung der Manager abnehmen – von heute schon mageren 2,6 auf 2,4.

Die Deutsche Welle veröffentlichte diese Woche nach einem Gespräch mit Ingo Fiedler, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Hamburg, einen Artikel, der über die Geldwäsche beim Online-Glücksspiel alarmiert.

In Deutschland gäbe es weiterhin kein hinreichend reguliertes System, nach welchem die Anbieter Lizenzen erhalten und dadurch überprüfbar würden, so Fiedler. Der Rückzug Schleswig-Holsteins in den Glücksspielstaatsvertrag dürfte der Problematik eher schaden als nutzen, da der gesamtdeutsche Glücksspielstaatsvertrag sehr wahrscheinlich vom EU-Gerichtshof abgewiesen werde. Aufgrund dieser unklaren Gesetzeslage besteht auch bei Behörden und Banken Unsicherheit, ob und wie mutmaßliche Vergehen verfolgt werden können und ob eventuelle Indizien oder Beweise überhaupt vor Gericht bestand hätten.

Das Beispiel Italien zeigt das Ausmaß von Online-Glückspiel: Nach Schätzungen italienischer Behöreden verdiene die Mafia über Geldwäsche in nicht-lizensierten Online-Kasinos etwa achtmal soviel wie der Staat durch lizensierte Anbieter über Steuern einnimmt. Dafür würden kleine Online-Kasinos genutzt, die in Drittländern nicht nachvollziehbare hohe Gewinne erwirtschafteten, welche sich die Besitzer legal auszahlen können.

Für Deutschland schätzt der Bund deutscher Kriminalbeamter einen Betrag von circa 50 Milliarden Euro, der jährlich aus illegalen Geschäften reingewaschen wird. Trotz knapp 13.000 Anzeigen wegen des Verdachts auf Geldwäsche allein im Jahr 2011 könnte man damit rechnen, nicht mehr ein Prozent dieses Betrages durch Ermittlungen sicherzustellen.

Dr. Ingo Fiedler hat in den letzten Jahren mehrere Studien zum Thema Online-Poker publiziert und wies im Gespräch mit der Deutschen Welle darauf hin, dass es deutliche Anzeichen gäbe, dass in Deutschland Glücksspielanbieter vermehrt von der italienischen Mafia zur Geldwäsche genutzt würden. Die Gesetzeslage in Deutschland sei derzeit noch weitestgehend unwirksam gegen diese Geldwäsche. Laut Ingo Fiedler gäbe es Indizien, dass Online-Spielbörsen vermehrt aufgekauft oder gegründet werden. Der Sitz dieser Glücksspielfirmen liege meist in Steuer- und Rechtsoasen. Ein Informationsaustausch zwischen den Ländern findet nicht statt.”, erklärt Fiedler. “Niemand kann nachprüfen, woher das Geld kommt. Aber an die Eigentümer des Unternehmens kann es ganz legal ausgezahlt werden.”

Die SPD-Fraktion im Bundestag hat die Bundesregierung in einem Antrag aufgefordert, „endlich einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem Korruption im Gesundheitswesen generell unter Strafe gestellt wird“.

Dabei gehe es nicht um ein „Spezialgesetz gegen Ärzte“, sondern um eine Regelung für alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

Korruption im Gesundheitswesen beschreibt die SPD als „kein Massenphänomen, aber auch keine zu vernachlässigende Bagatelle einzelner schwarzer Schafe“. Aus Sicht der Fraktion schadet „nicht die Bestrafung von korrupten Ärzten dem Berufsstand, sondern die fehlende Regelung und die andauernde Debatte darüber“, heißt es in dem Antrag.

Zudem habe sich gezeigt, dass berufsrechtliche Sanktionen nur dann erfolgen, wenn Ermittlungen von Staatsanwälten zu Anklagen und Verurteilungen fühlen. Auch die Bundesärztekammer sei, so die SPD, von ihrer früheren Position abgewichen, wonach es keinen Handlungsbedarf gebe.

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