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In Ihrer Berufe-Serie hat die Süddeutsche einen etwas zweifelhaften Versuch unternommen, dem für Laien vielleicht etwas abstrakten und nüchternen Berufsbild des Compliance Officers ein paar Farbtupfer zu geben. Das führte jedoch zu einem aus meiner Sicht grotesken Bild.

Terrorismusbekämpfung, Sanktionslisten, Versicherungsbetrug, Geldwäsche – der Alltag eines Compliance Officers (sieht anders aus).

Nicht, dass ich nicht jedem Compliance Officer den, sich nach diesem Artikel nahezu aufdrängenden Vergleich mit einem Geheimagenten gönne. Ob die Süddeutsche mit dem Beitrag zur Aufklärung bezüglich des Themas Compliance beigetragen hat, weiß ich noch nicht. Ich habe im Moment auch keine Zeit darüber nachzudenken. Ich höre schon den Helikopter vor meinem Büro. Schnell die schusssichere Weste, Compliancerichtline und Falschgeldprüfer geschnappt und auf zum nächsten Compliance-Abenteuer!

Nachdem Ermittler vergangene Woche Büros von Ex-Mitarbeitern des Automobilherstellers Ford in Saarlouis durchsucht haben und diese unter Korruptionsverdacht standen, wurden sie nun vom Landgericht verurteilt.

Durch Hinweise in einem bereits älteren Verfahren waren die Ermittlungen in dem mutmaßlichen Korruptionsfall nun aufgenommen worden. Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft die Informationen bereits vergangene Woche.
Am Donnerstag mussten sich die beiden Ex-Mitarbeiter des Autoherstellers vor dem Landgericht verantworten. Dabei wurde der 67 Jahre alte Angeklagte wegen Bestechlichkeit und Beihilfe zum Betrug zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt.

Der jetzige Rentner soll in seiner aktiven Zeit bei Ford in Saarlouis von einer saarländischen Firma geschmiert worden sein. Insgesamt wird eine Summe von 60.000 Euro genannt. So sollen dem Chef des Unternehmens aus der Sanitärbranche laut Zeitungsbericht im Gegenzug geholfen worden sein, Aufträge zu erhalten, um Installations- und Sanierungsarbeiten in einer Halle bei Ford in Saarlouis durchzuführen oder diese überteuert abzurechnen. Der 63-jährige Verurteilte soll zwischen 2001 und 2007 bei dem Sanitätsunternehmen gearbeitet haben.

Der 53-jährige Chef der Firma wurde ebenfalls zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung in Höhe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Ihm wird Bestechung und Betrug zur Last gelegt. Die beiden Männer wiesen die erhobenen Vorwürfe von Anfang an zurück. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, die Angeklagten wollen in Revision gehen.

Im Kampf gegen Geldwäsche soll der Vatikan einen internationalen Finanzexperten engagiert haben. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt„. Der 40-jährige Schweizer Anwalt René Brülhart solle den Vatikan bei der Regulierung seiner Finanzen unterstützen sowie zu mehr Transparenz verhelfen, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Dienstag. Dies sei eine Reaktion auf eine Aufforderung des Europarats im Juli zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen die Geldwäsche. Der Vatikan wolle seinen Verpflichtungen nun nachkommen, sagte Lombardi.

Der Onlineversand Amazon hat erstmals einen Privacy Counsel ernannt. Das berichtet „Corporate Counsel“.

Damit geht Amazon einen längst überfälligen Schritt und hinkt deutlich hinter anderen Tech Companies zurück. Google hat bereits vor mehr als fünf Jahren einen Global Privacy Counsel ernannt, Apple hat im letzten Jahr nachgelegt und Facebook hat sogar zwei Chief Privacy Officer besetzt. Amazon ist damit absoluter Nachzügler beim Thema Privacy. Aber lieber spät, als nie. Amazon sollte daran gemessen werden, welcher Beitrag durch den Privacy Counsel zu einem sensiblen Umgang mit Kundedaten erbracht wird.

Transparency International Deutschland fordert, den Weg für die Ratifizierung der UNCAC frei zu machen und wirksame Regelungen gegen Abgeordnetenbestechung zu schaffen. Das Schreiben des CSR-Forums an den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert ging gleichzeitig den Fraktionsvorsitzenden im Bundestag zu. Das berichtet das Compliance-Magazin.

Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland, sagte: „Die Verzögerungstaktik des Bundestages zur Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption ist unverantwortlich. Das Bekenntnis zur Korruptionsbekämpfung muss sich endlich auch in der Ratifizierung der UNCAC widerspiegeln.“

Die UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) wurde bisher von 161 Ländern ratifiziert. Deutschland hat die Konvention lediglich unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. Im Ausland tätige deutsche Unternehmen nehmen diesen Umstand zunehmend als Erschwernis wahr.

Zur Ratifizierung der UNCAC muss in Deutschland der Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung verschärft werden. Im Bundestag findet dazu am 17.10.2012 eine öffentliche Anhörung statt.

Das Nationale CSR-Forum berät seit Januar 2009 die Bundesregierung zu Fragen gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung und begleitet diese bei der Umsetzung des Aktionsplans CSR der Bundesregierung. Angesiedelt ist das CSR-Forum beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Vertreten sind auf Arbeitgeberseite unter anderem die größten Wirtschaftsverbände BDI, BDA und DIHK und auf Arbeitnehmerseite DGB und ver.di. Auf Seiten der Zivilgesellschaft sind neben Transparency Deutschland unter anderem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Germanwatch und VENRO vertreten.

Nach einem Bericht der „New York Times“ könnten einige große Banken in das Visier der US-Behörden geraten. Den Geldhäusern – darunter auch JP Morgen – wird vorgeworfen, wegen laxer Kontrollen Geldwäsche begünstigt zu haben. Infolge der unzureichenden Kontrollen von Geldtransfers sei es Drogenschmugglern und Terrororganisationen ermöglicht worden, Einnahmen aus illegalen Geschäften zu waschen.

Die US-Ermittlungsbehörden hätten eine der größten Anti-Geldwäsche-Aktionen seit Jahrzehnten ins Leben gerufen. Den großen Banken soll damit nahegelegt werden, dass eine schlechte Kontrolle nicht hinnehmbar sei. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat die US-Bankenaufsicht OCC die Systeme von JP Morgan überprüft, die illegale Transaktionen verhindern sollen.

Die Allianz-Gruppe in Österreich hat zum September die Leitungsfunktionen der Bereiche Recht und Compliance sowie Human Resources neu besetzt. Für Recht und Compliance zeichnet nunmehr Eva Pöttler (40) verantwortlich. Ihre Vorgängerin Dr. Inge Schulz (50) übernahm die Leitung des Personalbereichs. Das berichtet JUVE.

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