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Risiken, die den Geschäftserfolg gefährden können, hat jedes Unternehmen, jede Organisation. Entscheidend ist, ob man mögliche Gefahren kennt und was man – möglichst gut geplant – dagegen unternimmt. Die Augen davor verschließen, hilft jedenfalls nicht, schon eher, potentielle Risiken systematisch aufzuspüren und sie dann gezielt auf ein möglichst niedriges Niveau zu reduzieren.
Wegweisende Dokumente und Grundlagen für ein effizientes Risikomanagement wurden schon vor einiger Zeit bei Austrian Standards Institute in Form der Reihe ONR 49000 entwickelt, die zusammen mit ISO 31000 inzwischen erfolgreich im In- und Ausland angewendet wird. Unter anderem hat die Schweizer Bundesregierung auf Basis der ONR 49000 ein Risikomanagement umgesetzt, zahlreiche Risikomanager österreichischer Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen wurden inzwischen bei Austrian Standards plus Trainings ausgebildet.
Austrian Standards plus Publishing hat nun sämtliche Dokumente zum Thema Risikomanagement – ÖNORM ISO 31000 und die Reihe ONR 49000 -in einer speziellen Normensammlung zusammengefasst. Eine umfassende und dabei kompakte Einführung in das Thema hilft bei der praktischen Umsetzung dieser Regelwerke, um so den Erfolg von Unternehmen und Organisationen langfristig zu sichern – unabhängig davon, ob es sich um Unternehmen, Behörden oder Non-Profit-Organisationen handelt.

Das Bundeskartellamt bringt Deutschlands Matratzenhersteller- und Händler um den Schlaf: Wegen des Verdachts der Preisabsprache hat es in dieser Woche an neun Standorten in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg Razzien gegeben.

Es bestehe zudem der Verdacht, dass die Hersteller Händlern Nachteile angedroht oder zugefügt hätten oder Vorteile versprochen oder gewährt hätten, um sie zur Einhaltung bestimmter Mindestpreise beim Weiterverkauf von Matratzen anzuhalten, teilte das Bundeskartellamt am Freitag in Bonn mit. Das berichtet die Hamburger Morgenpost.

Es läuft sozusagen wie geschmiert im Kampf gegen Korruption in Schleswig-Holstein: Beim Anti-Korruptionsbeauftragten, Wolfgang Pistol, sind im vergangenen halben Jahr 22 Hinweise eingegangen. Fast die Hälfte davon waren so konkret, dass die Fälle an die Staatsanwaltschaft übergeben wurden. Während in den vergangenen Jahren sechs bis sieben Fälle pro Halbjahr zur Strafverfolgung an die Staatsanwaltschaft übergeben wurden, waren es von Februar bis August dieses Jahres zehn. Das berichtet der NDR.

Angezeigt wurden zum Beispiel Fälle von Vetternwirtschaft. So soll eine Autobahnmeisterei in Schleswig-Holstein Aufträge für den Winterräumdienst vergeben haben – allerdings nicht an den Bewerber mit dem besten Angebot sondern an einen befreundeten Unternehmer. Seit vier Jahren ist Pistol als Anti-Korruptionsbeauftragter des Landes ehrenamtlich dabei, alle halbe Jahre zieht er Bilanz. Die Hinweise, die nicht als Korruptionsverdachtsfälle eingestuft wurden, konnten an andere Landesbeauftragte, wie zum Beispiel Bürgerbeauftragte weitergegeben werden. Die anderen verliefen im Sande, weil es keine ausreichenden Anhaltspunkte gab.

Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) bietet seit Januar diesen Jahres neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen der Industrie und den Krankenkassen. Die Pharmafirmen haben als eine der führenden und kreativen Akteure im Gesundheitsmarkt erstmals die Möglichkeit hier eine wesentliche Rolle zu übernehmen. Die health-activate GmbH mit Sitz in Lübeck ermittelte in einer Studie welche Informationen die Pharmaindustrie über sich selbst bislang an die Krankenkassen übermitteln konnte um sich als kompetenter und zukunftsweisender Partner darzustellen. Weiterhin wurde erfragt was die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKVen) über die pharmazeutischen Firmen wissen und welche Anforderungen sie an die Industrie stellen. Für die Studie wurden ausschließlich leitende Mitarbeiter bei den großen Krankenkassen, einigen AOKs, den zehn größten BKKs und vereinzelt kleine und mittlere BKKs befragt.

„Seitens der Industrie werden bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um mit den Entscheidungsträgern der GKVen in Kontakt zu treten“, so die geschäftsführende Gesellschafterin Dr. Karen Focke-Hecht. Über 90 Prozent der befragten Mitarbeiter der Krankenkassen hatten bereits Kontakt mit Mitarbeitern von pharmazeutischen Firmen. Die Pharmamitarbeiter stellten den Kassen eher ihr Unternehmen und die eigenen Produkte vor als Versorgungskonzepte.

Es zeigte sich, dass die Erwartungen der GKVen und der pharmazeutischen Industrie in vielen Bereichen auseinander gehen. Es besteht anscheinend ein Missverständnis zwischen den Anforderungen seitens der Krankenkassen und den Vorstellungen der Pharmahersteller. Die Kassen wünschen von der Pharmaindustrie Konzepte zur Versicherten-Compliance, zur besseren Patientenversorgung und zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Weiterhin können sich die Vertreter der Kassen vorstellen Impulse von der pharmazeutischen Industrie über Verbände und Gremien (> 40 Prozent), neue Entwicklungen im Gesundheitswesen (> 30 Prozent), Krankenversicherungsarten (15 Prozent) und Kostentreiberindikationen (12 Prozent) zu erhalten. „Bislang gehen die angebotenen Informationen und Konzepte der Pharmaindustrie an dem Bedarf der Krankenkassen größtenteils vorbei“, konstatiert Dirk Zils, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der health-activat GmbH. Weiterhin sei es den Herstellern noch nicht ausreichend gelungen, sich den Kassen gegenüber als kompetenter Partner zu positionieren.

Wegen Bestechung und Beteiligung an Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen einen ehemaligen Aufsichtsratschef der Beate Uhse AG. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Der Beschuldigte befindet sich seit Samstag in Untersuchungshaft, wie der Kieler Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer am Montag sagte.

Es gehe um die pflichtwidrige Vergabe von Krediten der ehemaligen Flensburger Sparkasse in den Jahren 2005 und 2006 in Höhe von 45 Millionen Euro. Schulze-Ziffer bestätigte, dass es sich bei dem Festgenommenen um den gebürtigen Flensburger und heute in der Schweiz lebenden Geschäftsmann Richard Orthmann handelt. Die Kredite sollen von ihm gegründeten und kontrollierten Strohfirmen bereitgestellt worden sein, „um damit vorgebliche Stützungskäufe von Aktien der Beate Uhse AG zu tätigen“.

Laut Staatsanwaltschaft sollen den Krediten keine entsprechenden Sicherheiten gegenüber gestanden haben. „Zum Zeitpunkt der jeweiligen Kreditvergaben war die Beate Uhse Aktie einem absehbar stetigen Kursverfall ausgesetzt“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dieses Vorgehen soll mit den verantwortlich Handelnden aufseiten der Sparkasse abgesprochen worden sein.

Orthmann befindet sich wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr in U-Haft. Ebenfalls in Untersuchungshaft genommen wurde einer seiner früheren Mitarbeiter, der sich an den Taten beteiligt haben soll. Die Zeitung „Schleswig-Holstein am Sonntag“ hatte berichtet, der in der Schweiz lebende Orthmann sei am Samstag auf dem Münchner Flughafen festgenommen worden. Wegen Verlusten stand die ehemalige Flensburger Sparkasse 2008 am Rande der Pleite und wurde mit der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) fusioniert. Diese geriet Anfang 2010 selbst in Not und musste von den deutschen Sparkassen mit 181 Millionen Euro gerettet werden.

(nw) Der Versicherungskonzern Ergo bemüht sich nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Monate über eine Lustreise und fehlerhaft ausgestellte Riester-Verträge um Schadensbegrenzung.

Mit einem jetzt in Düsseldorf vorgestellten „Maßnahmenpaket“ will sich das Unternehmen künftig strengere Verhaltensregeln und mehr Transparenz zur Pflicht machen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

„Wir müssen konstatieren, dass wesentliche Vorwürfe im Kern berechtigt sind“, sagte Vorstandschef Torsten Oletzky gestern zum Abschlussbericht der Konzernrevision. Im Jahr 2007 hatte die Hamburg-Mannheimer, die inzwischen in der Ergo-Gruppe aufgegangen ist, auf Firmenkosten eine Feier in Budapest organisiert – mit Prostituierten für die erfolgreichsten Versicherungsvertreter.

In dieser Sache ermittelt auch die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen zwei frühere Manager der Hamburg-Mannheimer. Untersucht wird, inwieweit dem Konzern ein wirtschaftlicher Schaden durch die Party für 83 000 Euro entstanden ist. Eine Strafanzeige erhebt den Vorwurf der Untreue.

Mit einer Imagekampagne („Wir haben verstanden“), die mit rund 50 Millionen Euro zu den teuersten der Branchengeschichte gehört, wirbt Ergo derzeit um neue Kunden. Nach den Vorkommnissen hätten aber bisher nur wenige Verbraucher ihre Verträge storniert, teilte der Konzern mit.
Als Folge der Party und der Pannen im Versicherungsgeschäft stellte die Unternehmensführung in der Zentrale ein „Maßnahmenpaket“ vor, mit dem sich das Unternehmen künftig strengere Verhaltensregeln und mehr Transparenz zur Pflicht machen will. „Wir müssen konstatieren, dass wesentliche Vorwürfe im Kern berechtigt sind“, sagte Oletzky. Ein „Verhaltenskodex“ solle künftig selbstständige Vertreter zu „integrem Verhalten“ verpflichten. Außerdem solle künftig auch auf „eventuelle Nachteile“ von Versicherungsprodukten hingewiesen werden, zitiert das Hamburger Abendblatt Oletzky.

Beim Elektrokonzern Siemens gibt es einem Pressebericht zufolge Kritik an einer möglichen Vertragsverlängerung des für Recht und Regeltreue zuständigen Vorstands Peter Solmssen. Einige Vertreter der Kapital- und der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat machten den 56-Jährigen verantwortlich dafür, dass Siemens 2009 trotz klarer Konkurrenzausschlussklauseln eine neue Atompartnerschaft mit dem russischen Rivalen Rosatom vereinbarte, berichtet die „Financial Times Deutschland“. Das Blatt beruft sich dabei auf Aufsichtsratskreise. Für den Bruch der Verträge mit Areva wurde Siemens im Mai von einem Schiedsgericht zu einer Strafe von 648 Millionen Euro plus Zinsen verurteilt.
Trotz dieses erheblichen Schadens habe Aufsichtsratschef Gerhard Cromme den Kontrolleuren vorgeschlagen, den Vertrag des Chefjuristen in der Sitzung am kommenden Mittwoch zu verlängern, heisst es in dem Bericht weiter. Solmssens Vertrag läuft im März 2012 aus – ebenso wie die Verträge von Konzernchef Peter Löscher (53) und Industrie-Vorstand Siegfried Russwurm (48). Nach Crommes Willen soll der Aufsichtsrat allen drei Topmanagern eine zweite Amtsperiode genehmigen. Entsprechende Vorschläge seien den Gremiumsmitgliedern Ende vergangener Woche zugestellt worden.
In der Personalie Solmssen habe Cromme für die Sitzung interne und externe Gutachten erstellen lassen, heisst es in dem Bericht weiter. Diese hätten mögliche Pflichtverletzungen untersucht – und seien zum Schluss gekommen, dass dem Chefjuristen keine Fehler zur Last zu legen seien. Siemens wollte den Pressebericht nicht kommentieren.

Wenn Projekte über Firmen- und Ländergrenzen reichen, ist die Sicherheit der gemeinsam genutzten Dokumente ein Problem. Die Microblogging-Site Twitter hat für sich eine Lösung gefunden.
Für die gemeinsame Arbeit an vertraulichen Dokumenten nutzt der Kurznachrichtendienst Twitter demnächt die Online-Plattform der Brainloop AG. Das berichtet die Computerwoche Brainloop zufolge hat die beliebte Mikroblogging-Site die Plattform auserkoren, damit sie firmen- und länderübergreifend kooperieren kann, ohne beim Dokumentenaustausch ein großes Sicherheitsrisiko einzugehen.
Brainloop wirbt damit, sensible Unterlagen vor unberechtigten Zugriffen schützen, zu können, auch wenn Projekte deren Austausch mit Firmenexternen erfordern. Dabei würden die vom jeweiligen Unternehmen vorgeschriebenen Sicherheitsrichtlinien automatisch angewendet, so dass sich die eigenen Mitarbeiter und externe Partner ungestört auf ihre Aufgaben konzentrieren könnten. Wie der Brainloop-CEO Peter Weger verspricht, behindern die Sicherheitsfunktionen der Software nicht die reibungslose Zusammenarbeit.

Die Gesichtserkennungsfunktion von Facebook ist eine Ansichtssache. Die einen mögen und nutzen sie gerne, andere wiederum sehen dies als datenschutzrechtlichen Verstoß.
Aus diesem Grund hat Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar Facebook vorgeworfen, sie würden ihre Nutzer irreführen und fordert, die biometrischen Daten zu löschen.
Zwei Monate nach der Einführung dieser Funktion, die eigentlich nie komplett deaktiviert werden, sondern nur vor der Öffentlichkeit verborgen werden kann, behauptet Caspar, es entstehe dabei eine riesige Datenbank mit persönlichen Nutzerdaten, die gegen das deutsche Datenschutzrecht verstoße. Die einzige Möglichkeit, die Gesichtserkennung komplett zu umgehen, ist das soziale Netzwerk gar nicht zu benutzen.
Weiterhin wirft Caspar dem Unternehmen vor, der Nutzer besäße vorab keine Möglichkeit der Einwilligung oder Verweigerung des Dienstes. Deshalb sollte Facebook die Gesichtserkennung entweder entfernen oder verändern.
Facebook verteidigt seinen neuen Dienst und weist jegliche Vorwürfe von sich. Ihrer Meinung nach gäbe es keine rechtlichen Verstöße und ihre Nutzer würden die Gesichtserkennungsfunktion schätzen.

(nw) Dubiose Finanzgeschäfte haben die HSH Nordbank 2008 in Schieflage gebracht – und dafür müssen sich offenbar alle damaligen Vorstände verantworten. Hintergrund der Ermittlungen sind hochriskante Wertpapiergeschäfte namens Omega 55, die mit einem dreistelligen Millionenbetrag abgeschrieben werden mussten. Als Omega 55 genehmigt wurde, saß Nonnenmacher als einfaches Mitglied im Vorstand, rückte erst ein Jahr später an die Spitze. Auf Drängen der Länder schied er in diesem April aus, nachdem mehrere Skandale die Bank aufgerüttelt hatten. Weil ihm kein Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte, erhält er eine Abfindung von mehr als vier Millionen Euro. Die Eigner hatten Aufsichtsratschef Hilmar Kopper aber beauftragt, den Abfindungsvertrag so zu gestalten, dass Nonnenmacher im Fall einer Verurteilung wegen Omega 55 Einbußen bei der Abfindung hinnehmen müsse. Das berichtet die Süddeutsche. Doch diese Einbußen könnten geringer ausfallen, als bisher bekannt, berichtet der Spiegel. Demnach heißt es im Vertrag: ‚Es wird klarstellend festgehalten, dass die Tatsache einer etwaigen künftigen Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft gegen Prof. Dr. Nonnenmacher für sich genommen die Gesellschaft nicht zur Rückforderung der Leistungen berechtigt‘. Vielmehr müssten neue Erkenntnisse vorliegen, und zwar innerhalb von zwei Jahren. Ausdrücklich ausgeschlossen seien alle Feststellungen, die schon die internen Ermittler der Anwaltssozietät Freshfields zu Omega 55 vorgelegt hatten.


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