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Zwölf namhafte Aufsichtsratsvorsitzende deutscher Konzerne haben sich in der vergangenen Woche in einem Brief an Kanzlerin Merkel und die Fraktionsvorsitzenden der großen Koalition gegen das geplante Vorstandsvergütungsgesetz ausgesprochen.
Sie sind gegen die geplante zweijährige Karenzzeit für den Übergang vom Vorstand in den Aufsichtsrat, gegen den Selbstbehalt bei der Managerhaftpflicht in Höhe eines Jahresgehalts und auch gegen die mögliche Reduzierung der Vorstandsvergütungen. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.
Die Karenzzeit ist auch in der Koalition durchaus umstritten, so dass hier zu erwarten ist, dass die Regelung im Zweifel zur Durchsetzung der größeren Haftpflicht und der Begrenzung der Managerbezüge gestrichen wird. Bei den übrigen geplanten Regelungen hat man auf beiden Seiten der großen Koalition für den Protestbrief wenig Verständnis. Der Brief ignoriere insbesondere die Fehler der letzten Jahre bei Gehältern und Anreizstrukturen.
Zuzustimmen ist den zwölf Aufsichtsratsvorsitzenden sicherlich darin “dass die Diskussion über Managergehälter ein falsches Bild der wirtschaftlichen Verantwortungsträger reflektiert”. Schade ist allerdings, dass die Herren in ihrem Brief keinen einzigen konstruktiven Gegenvorschlag äußern. Wäre eine Regelung im DCGK nicht sinnvoller? Ist der Bundestag im Zeitalter der Globalisierung überhaupt zu derart weitreichenden Eingriffen in die Interessen (internationaler) Unternehmen berechtigt? Welche regulativen Anpassungen sind tatsächlich notwendig?

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